Fast zwei Jahrhunderte lang hat die alte Dorflinde in Thierling allen Wetterlagen und Stürmen standgehalten und getrotzt. Am späten Dienstagnachmittag ist das gelistete Naturdenkmal nun der heftigen Unwetterzelle und damit den Naturkräften zum Opfer gefallen und zu Boden gegangen.

Rund 30 Meter hoch und mit einem Stammumfang von fast vier Metern haben die Thierlinger ihr Wahrzeichen für immer verloren. Begraben hat die alte Linde unter sich die Thierlinger Dorfkapelle, über der sie bisher mächtig und schützend die breiten Äste ausgebreitet hatte.

Das Dach und das Tragwerk dürften dabei erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden sein, Teile des Glockenturms samt Kreuz lag einige Meter neben der Kapelle am Boden.