Als die Parteien nach der Bundestagswahl 2017 mit den Sondierungsgesprächen begannen, war das einer Live-Sendung nicht unähnlich. Die Handys saßen locker, ständig wurden SMS und Twitter-Nachrichten mit Verhandlungsdetails getippt und durchgestochen.

Das Problem: Die Kurznachrichten wurden von anderen Verhandlungsteilnehmern gelesen und die schickten sofort Reaktionen - ein Teufelskreis, dem sich niemand entziehen wollte.

Hätte es vor vier Jahren die sogenannten sozialen Netzwerke nicht gegeben, die Regierungsbildung hätte nicht fast ein halbes Jahr gedauert. Diesmal muss es zügiger gehen, schließlich stehen in Deutschland Probleme an, die eine stabile Regierung erfordern.