Das "schwarze Gold" wurde es genannt, doch hatte es zwischenzeitlich seinen Glanz verloren. Jetzt allerdings versucht man ihn von interessierter Seite wieder aufzupolieren. Die Rede ist vom Erdöl, nach wie vor eine Art Lebenselixier der hochentwickelten Volkswirtschaften rund um den Globus. Mag man den Stoff unter Umweltgesichtspunkten noch so verteufeln - ohne ihn würden viele Räder stillstehen, würde der Wohlstand in den Industriestaaten dramatisch absinken. Kein Wunder daher, dass dieser im wahrsten Sinn des Wortes Treibstoff für die Weltwirtschaft unter besonderer Beobachtung steht.

Dies ist im Moment deswegen wieder der Fall, weil die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) in einer Konferenz die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hat. Sie ist nach mehreren Tagen als gescheitert abgebrochen worden und hat bei den Betrachtern der Szene erhebliche Bedenken ausgelöst, was vor allem die künftige Versorgung mit den Derivaten Benzin und Heizöl betrifft. Eng damit zusammen hängen schließlich auch die Preise für diese Produkte, die schon in der jüngeren Vergangenheit den Menschen an den Tankstellen und beim Einkauf von Heizöl verschreckt haben.