Leitartikel Einkommensschere geht auseinander

Die Einkommensungleichheit in Deutschland ist laut einer aktuellen Studie auf einem neuem Höchststand. Foto: dpa

Wer hat nun recht? Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI), das in seiner jüngsten Studie brandmarkt, dass die Einkommen der Besserverdienenden wesentlich stärker gestiegen sind als jene der unteren Kategorien, dass die Einkommensverteilung in Deutschland sich erheblich zugunsten der Reichen verschoben hat und damit die Armut in Deutschland gestiegen ist? Oder das ifo-Institut, das diesen Befund für unzutreffend hält und eine strukturelle Verschiebung von Arm zu Reich ausschließt?

Reichlich verwirrend, das Ganze, weshalb man schon etwas genauer hinsehen muss, um die realen Verhältnisse beurteilen zu können. Da ist es zum Beispiel einmal eine unumstößliche Tatsache, dass bei Lohnerhöhungen ein bestimmter Prozentsatz eines höheren Einkommens in absoluten Zahlen einen höheren Betrag ausmacht als bei einem niedrigeren Einkommen. Insofern ist also eine gewisse Einkommensspreizung auf die Dauer unvermeidbar. Allerdings lässt sie sich mildern, wenn die Gewerkschaften in den Tarifrunden sogenannte Sockelbeträge fordern, die dann speziell geringer Verdienenden zugutekommen.

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