Auf den ersten Blick war es paradox: Am Mittwochmorgen steuerte die Deutsche Presseagentur in ihrem Bayernressort einen großen Bericht aus zum Thema "Wassermangel bereitet Sorgen: Dreht uns Trockenheit den Hahn zu?". Gleichzeitig standen in der Landshut Altstadt und vielen anderen Kommunen Ostbayerns Menschen in Kellern und Geschäftsräumen und versuchten, die Folgen der große nächtlichen Starkregen-Flut zu beseitigen, schippten Schlamm und entsorgten ihr zerstörtes Hab und Gut.

Wassermangel? Dass sich Starkregen, der Bäche in Ströme verwandelt, und der Rückgang der Niederschläge im Jahresmittel nicht ausschließen, ist keine neue Erkenntnis. So war das "Dürrejahr" 2018 jenes mit den meisten Starkregen-Ereignissen im Mess-Zeitraum von 18 Jahren. Zu diesem Ergebnis kam zuletzt ein großangelegtes Forschungsprojekt im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungsunternehmen (GdV). Statistisch gesehen ist demnach jedes achte Haus in Bayern bei Starkregen in einer der höchsten Gefährdungsklassen.