Leidenszeit vorbei Federer will "noch einmal große Siege feiern"

Roger Federer. Foto: Lukas Coch/dpa

Nach zwei Knieoperationen und über einem Jahr Pause will Roger Federer nochmals angreifen. Im März peilt der Superstar sein Comeback an - und verfolgt hohe Ziele.

Das Feuer brennt noch immer in Roger Federer, daran hat auch die lange Leidenszeit nichts geändert. Vielleicht zum neunten Mal in Wimbledon den vergoldeten Challenge Cup in die Höhe stemmen, in Tokio um eine Olympia-Medaille kämpfen - es sind Träume wie diese, die den Tennis-Superstar im vergangenen Jahr voller Schmerzen und Rückschläge motivierten. "Ich will noch einmal große Siege feiern", sagte der Schweizer nun: "Und dafür bin ich bereit, den langen, harten Weg zu gehen."

Lang und hart war schon sein zurückliegender Weg. Seit über einem Jahr bestritt der Grand-Slam-Rekordchampion kein Match mehr auf der Tour, gleich zweimal musste er am Knie operiert werden - jetzt will es Federer im Alter von 39 Jahren nochmals wissen. Beim ATP-Turnier in Doha vom 8. bis 13. März peilt er sein Comeback an, wie er am Dienstag dem Schweizer Radio SRF sagte.

"Ich spiele fürs Leben gerne Tennis", versicherte Federer: "Ich habe in den letzten Monaten viel gegeben in der Reha, im Konditionsbereich. Ich musste unten durch, habe es aber immer mit Freude gemacht." Die Leidenschaft des Maestros ist ungebrochen.

Australian Open kamen zu früh

Eigentlich wollte Federer bereits zu den Australian Open (ab 8. Februar) wieder einsteigen. Dort, wo er im Januar 2020 bei der Halbfinal-Niederlage gegen Novak Djokovic bislang letztmals auf der Tour zu sehen war. Aber der Termin kam trotz der dreiwöchigen Verschiebung zu früh. Jetzt sei er körperlich fast wieder bei 100 Prozent, sagte Federer, in den vergangenen sechs Monaten habe es keine Rückschläge mehr gegeben.

Noch im Dezember hatte er bei einer Schweizer Preisverleihung leichte Zweifel gesät, ob er überhaupt zurückkehren würde. "Wenn es das gewesen sein sollte für mich, dann ist das hier ein unglaublicher Schlusspunkt", hatte er dort gesagt, ein Schock ging durch die Tenniswelt - aber das Ende stellt sich Federer doch anders vor.

Er richte in diesem Jahr alles auf Wimbledon, die Olympischen Spiele in Tokio und die US Open in New York aus - dass Federer auf den größten aller Tennisbühnen nicht nur mitspielen will, versteht sich bei einem 20-maligen Grand-Slam-Champion von selbst. Er werde allerdings nicht "krankhaft versuchen, auf der Tour zu bleiben", betonte er.

Denn Federer hat nicht nur sportliche Träume. "Ich möchte Skifahren gehen können mit den Kindern und mit Mirka. Oder auch wandern, Basketball spielen oder mit Eishockey anfangen", erzählte er: "Dazu brauche ich einen guten Körper, und diesen will ich nicht gegen die Wand fahren."

 

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