Lebensmittelversorgung Kaniber: Pflicht zu Ackerflächen-Stilllegung überprüfen

Angesichts des Kriegs in der Ukraine fordert Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU), die vom kommenden Jahr an geltende Pflicht zur Stilllegung von Ackerflächen zu überprüfen. "Wir müssen alles noch mal auf den Prüfstand stellen", sagte Kaniber der "Passauer Neuen Presse" (Freitag). "In welchem Umfang können wir uns Flächenstilllegungen leisten?" Die Ukraine sei "eine Kornkammer Europas" und bedeutender Produzent von Mais, Gerste und Sonnenblumenöl. Die Auswirkungen des Krieges bekämen die landwirtschaftlichen Betriebe deshalb deutlich zu spüren.

"Wir brauchen eine Antwort auf die Frage, wie sich Europa bei der Lebensmittelversorgung noch unabhängiger von anderen Ländern machen kann", betonte Kaniber. Ernährungssouveränität sei "ein fundamentaler Wert, um als Kontinent nicht erpressbar zu sein". Deshalb müsse man auch auf EU-Ebene "überdenken, ob wir statt zwangsweisen Stilllegungen nicht besser eine Kombination aus Produktion und Umweltmaßnahmen auf den Flächen umsetzen".

Angesichts des Krieges in der Ukraine hatten unionsgeführte Landwirtschaftsministerien schon am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung rasche Reaktionen für die Agrarpolitik gefordert.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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