Lebensmittel Wie lange kann man Äpfel lagern?

Boskop-Äpfel entfalten ihren vollen Geschmack erst nach einer gewissen Lagerzeit. Foto: Jens Büttner, dpa

Ein Apfel frisch vom Baum schmeckt am besten? Nicht bei allen Sorten! Manche Sorten bekommen ihren besten Geschmack erst nach der Lagerung. Nur dann ist das Verhältnis an Zucker und Säuren perfekt ausgewogen. Bei welchen Sorten das so ist, verrät die Verbraucherzentrale Bayern.

Im Oktober ist Haupterntezeit für viele Apfelsorten, die sich gut zur Lagerung eignen. Typische Lageräpfel sind zum Beispiel die Sorten Ontario, Boskoop, Topaz und Glockenapfel. Während der Lagerung reifen die Äpfel weiter. Dabei werden Stärkereste zu Zucker abgebaut und Traubenzucker in den etwas süßeren Fruchtzucker umgewandelt. Die Früchte bekommen ein volleres Aroma und schmecken süßer.

„Ist das Verhältnis von Zucker und Säure ausgewogen und der Geschmack sortentypisch, dann ist die sogenannte Genussreife erreicht", sagt Sabine Hülsmann, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern. Sie entfalte sich zwei bis vier Wochen nach der Pflückzeit.

Mit zunehmender Lagerdauer verlieren die Äpfel an Feuchtigkeit, der Vitamingehalt sinkt und sie werden runzelig. „Bei einer niedrigen Lagertemperatur von etwa vier Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit läuft dieser Prozess sehr langsam ab", so Sabine Hülsmann. Wichtig sei, die Äpfel wöchentlich zu kontrollieren, um faule Früchte auszusortieren. So würden die Lageräpfel bis weit ins neue Jahr hinein halten.

 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading

Videos