Unabwägbare Risiken Oktoberfest auch 2021 wegen Corona abgesagt

, aktualisiert am 03.05.2021 - 15:41 Uhr
Wolken steht hinter der Bavaria, die oberhalb des Oktoberfestgeländes steht, auf dem auch in diesem Jahr wegen der Coronapandemie das größte Volksfest der Welt wohl nicht stattfinden kann. Foto: Peter Kneffel/dpa

Die Aussagen der Politik für die zweite Jahreshälfte haben Hoffungen auf mehr Normalität geweckt. Doch jetzt ist klar: Für München wird hierzu etwas ganz Wichtiges fehlen. Zum zweiten Mal in Folge gibt es einen Herbst ohne Oktoberfest.

Viele hatten es kommen sehen: Auch dieses Jahr gibt es wegen der Corona-Pandemie kein Oktoberfest. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) begründeten die Entscheidung am Montag mit der nicht absehbaren Entwicklung bei den Infektionszahlen. Bereits 2020 war die Wiesn abgesagt worden - zum ersten Mal seit gut 70 Jahren.

Eine sichere Durchführung von Volksfesten mit Hygienemaßnahmen wie Masken sei nicht realistisch, erläuterte Söder. Bei einer späteren Absage drohe ein noch größerer wirtschaftlicher Schaden. Die Wiesn wiederum sei "eine der größten, vielleicht die größte Visitenkarte", die Bayern in der Welt habe - und die könne beschädigt werden.

Reiter sagte, auch für ihn persönlich sei es keine leichte Entscheidung. Es mache aber keinen Sinn, länger zu warten. Um ein Volksfest feiern zu können, müsse das Volk auch hingehen können. Zudem müsse es eine angstfreie und sichere Atmosphäre geben. "A bisserl Wiesn geht nicht."

Schausteller und Wirte äußerten sich enttäuscht. Für viele ist es kaum fassbar, das das Volksfest zwei Mal in Folge abgesagt wird. Im vergangenen Jahr war es erstmals sei seit gut 70 Jahren ausgefallen - und alle hatten fest auf 2021 gesetzt. Nur im Ersten Weltkrieg gab es länger keine Wiesn: Von 1914 bis 1918 feierte München nicht.

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