Landtagsfraktionen gegen Ausweitung Bayern: Geschäfte dürfen weiter nur bis 20 Uhr öffnen

, aktualisiert am 11.12.2019 - 07:20 Uhr
In vielen anderen Bundesländern gibt es bereits deutlich gelockerte Ladenöffnungszeiten - in Bayern bleibt es vorerst bei 20 Uhr. (Archivbild) Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Die Ladenöffnungszeiten in Bayern werden vorerst nicht gelockert. Bis auf die FDP haben alle Landtagsfraktionen gegen die beantragte Änderung der Zeiten gestimmt.

München - In Bayern wird es auch in absehbarer Zukunft keine Möglichkeiten für Einkäufe nach 20 Uhr geben.

Alle Fraktionen im Landtag - abgesehen von der FDP - stimmten am Dienstag in München gegen die beantragte Änderung der Ladenöffnungszeiten im Freistaat. Der Antrag sah vor, dass Läden die Möglichkeit erhalten, länger als 20 Uhr zu öffnen. Die FDP-Fraktion begründete dies mit neuen Einkaufsbedürfnissen sowie mehr Wettbewerbsfähigkeit von Geschäften mit dem Internethandel.

FDP spricht von verpasster Chance

Die Freien Wähler begründeten ihre Ablehnung unter anderem mit dem Schutz des familiären Zusammenlebens, gleichwohl hatte Parteichef und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger im März selbst gefordert, dass in Bayern an drei bis vier Sonntagen im Jahr die Geschäfte öffnen dürften. Dies hatte der Koalitionspartner CSU aber direkt gestoppt. FDP-Fraktionschef Martin Hagen bezeichnete die Abstimmung als eine verpasste Chance, Bayern bleibe damit Schlusslicht in Deutschland.

Seit 2006 liegt die Zuständigkeit für die Ladenöffnungszeiten bei den Ländern. Bayern hat aber bisher als einziges Bundesland keine eigene Regelung erlassen und die Öffnungszeiten nicht freigegeben. Auf Drängen der CSU hält der Freistaat stattdessen am traditionellen Ladenschlussgesetz fest. Montags bis samstags dürfen Geschäfte von 6 Uhr bis 20 Uhr geöffnet haben, bis auf einige Ausnahmen bleiben sie an Sonn- und Feiertagen geschlossen.

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