Landshut Totenkopf und Cannabis-Plantage

Ein Butterflymesser nebst Totenkopf im selben Raum wie Marihuana und Haschisch: Diese Kombination könnte den Angeklagten teuer zu stehen kommen. Foto: Ingo Wagner/dpa (Symbolfoto)

Über Geschmack lässt sich streiten. Tatsache aber ist, dass Martin M. durch ein "morbides Deko-Objekt" in eine äußerst missliche Lage geraten ist. Der 32-jährige Landshuter hatte ein Butterflymesser neben einem Totenkopf arrangiert. Dass sich darüber hinaus auch noch Marihuana und Haschisch in dem Raum befanden, führte zu einer "unguten Kombination", wie Vorsitzender Richter Ralph Reiter es formulierte, die ihn gleich mal in einen Strafrahmen von fünf bis 15 Jahren katapultiert: M. muss sich seit gestern vor der sechsten Strafkammer des Landgerichts unter anderem wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge mit Waffen verantworten.

Landshut ist nicht Berlin-Neukölln. Und Martin M. erweckt nicht den Eindruck eines Dealers, der, falls nötig, seine Geschäfte unter Einsatz von Waffen abwickelt. Dies war auch die Einschätzung des Kripobeamten, der M. unmittelbar nach seiner Festnahme im Januar vernommen hat. Der Industrie-Elektriker hatte ihm gegenüber beteuert, das Butterflymesser sowie eine Gaspistole zu "reinen Dekozwecken" besessen zu haben. Doch da das Butterflymesser laut Anklage bei der Wohnungsdurchsuchung am 15. Januar aufgeklappt sowie "in unmittelbarer räumlicher Nähe und griffbereit zu den Betäubungsmitteln" lag, sieht die Staatsanwaltschaft den Straftatbestand des Handeltreibens mit Waffen als erfüllt an.

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