Landshut Spektakulärer Schwertransport im Harlander-Viertel

Der Autokran hievt das Schalthaus am Karl-Eisenreich-Platz auf den Selbstfahrer. Foto: Stadtwerke Landshut

Solch schweres Gerät ist im Landshuter Harlander-Viertel selten anzutreffen: Am Mittwoch wurde ein 73 Tonnen schweres Schalthaus durch die Nikolaus-Alexander-Mair- und Christian-Jorhan-Straße zum Umspannwerk Ost transportiert.

Dazu hievte zunächst ein 250-Tonnen-Autokran am Karl-Eisenreich-Platz ein Schalthaus von einem Tieflader auf einen so genannten Selbstfahrer, der per Fernsteuerung den vier mal zehn Meter großen Kubus durch die Straßen entlang der Wohnhäuser zum Ziel beförderte. Den Autokran bauten die Arbeiter der Firma Kran Maier inzwischen am Karl-Eisenreich-Platz wieder ab und stellten ihn am Umspannwerk Ost wieder auf. Schließlich musste das Betonfertigteilgebäude dort erneut umgehoben werden, damit es an seinem Bestimmungsort abgesetzt werden konnte.

Das angelieferte Schalthaus wird im Umspannwerk Ost benötigt, weil die Stadtwerke Landshut die bestehende Schaltanlage bis Oktober 2019 sanieren. Das neue Schalthaus sichert bis dahin die Versorgungssicherheit. Die bestehende Schaltanlage ist 46 Jahre alt, daher ist altersbedingt eine Frischzellenkur nötig geworden. Zuvor wird das neue Schalthaus mittels einer Batterie auf Funktionstüchtigkeit geprüft. Verrichtet sie ordnungsgemäß ihren Dienst, werden die Kabel von der bestehenden Anlage auf das neue Schalthaus umgelegt und es kann mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden.

Bis Oktober 2019 sollen die 20kV-Schaltanlage und die Erdschlusskompensation erneuert sowie die 110kV-Anlage aus Redundanzgründen um einen dritten Netz-Transformator (110/20 kV) erweitert werden. Sobald die Sanierung abgeschlossen ist, wird das neue Schalthaus wieder abgebaut. Mit diesen Maßnahmen investieren die Stadtwerke rund fünf Millionen Euro in die Versorgungssicherheit der Einwohner.

 
 

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