Landshut Sozialverwaltung zieht im September um

Vor dem Neubau der Sozialverwaltung (v.l.): Johannes Fauth, Leiter des Referats für Entgeltwesen und Sozialplanung, Carin Brandhuber, stv. Leiterin des Referats Geschäftsleitung, Martin Gallitzendörfer, Leiter des Referats Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche, Pressesprecherin Christine Hochreiter und Irmgard Kaltenstadler, Leiterin der Sozialverwaltung. Foto: Bäter/Bezirk Niederbayern

Die Sozialverwaltung des Bezirks Niederbayern in Landshut bekommt demnächst ein neues „Zuhause“. Ab der zweiten Septemberwoche werden die Mitarbeiter den Planungen zufolge in das neue Verwaltungsgebäude in Landshut-Schönbrunn in unmittelbarer Nähe zu Hochschule, Sparkassenakademie und Agrarbildungszentrum umziehen.

Der Neubau mit vier Stockwerken hat eine Bruttogeschossfläche von gut 5.700 Quadratmetern und bietet Platz für etwa 200 Mitarbeiter. Dach und Fassaden sind weitgehend fertig. Aktuell wird der Außenbereich gestaltet. Die Fertigstellung ist Anfang September geplant. Im Innenbereich sind die Rohinstallationen fertiggestellt, Decken und Wände geschlossen. Der Innenausbau soll Anfang/Mitte August abgeschlossen sein. Danach werden Möbel eingebaut, Abnahmen und Prüfungen finden bis voraussichtlich Anfang September statt. Die Leiterin der Sozialverwaltung, Irmgard Kaltenstadler, sagte bei einer Besichtigung der Baustelle: „Wir freuen uns alle auf das neue Gebäude. Der Neubau schafft für die Mitarbeiter und ihre umfangreichen Aufgaben beste Rahmenbedingungen.“

Immer mehr Beschäftigte für immer mehr Aufgaben

Rund 30.000 Fälle werden allein in diesem Jahr bearbeitet, von fast 180 Mitarbeitern in fünf Referaten. Hinter all diesen „Fällen“ stehen Menschen mit ganz persönlichen Lebensgeschichten und Schicksalen. Im Rahmen des Bezirks-Projekts „Rollenwechsel“ machte sich die Leiterin des Referats für Öffentlichkeitsarbeit Christine Hochreiter jetzt einen Tag lang vor Ort ein Bild von der umfangreichen Tätigkeitspalette der Sozialverwaltung – von der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen bis hin zur Hilfe zur Pflege. Der Bezirk organisiert unter anderem Hilfsmittel für Menschen mit Beeinträchtigung, kümmert sich um Schulbegleiter oder darum, dass ein Mensch mit Beeinträchtigung eine teilstationäre heilpädagogische Tagesstätte besuchen kann. Er investiert derzeit allein 60 Millionen Euro pro Jahr in rund 4.000 Werkstatt-Plätze in Niederbayern und 55 Millionen Euro in 1.500 Plätze in Wohnheimen für Menschen mit geistiger Behinderung. Gemeinsam mit der Pflegekasse werden die Pflegesätze für rund 200 Seniorenheime in Niederbayern verhandelt.

Mit 442,9 Millionen Euro fließen in diesem Jahr fast 90 Prozent des Verwaltungshaushalts in die soziale Sicherung (2018: 423,6 Millionen Euro). Die Ausgaben für die Hilfe zur Pflege und die Eingliederungshilfe haben sich seit 2014 um insgesamt fast 111 Millionen Euro erhöht. Auch haben die Bezirke 2018 die Hilfen im Rahmen der ambulanten Pflege von den Landkreisen und Städten übernommen. Hierfür sind im Haushaltsplan über drei Millionen Euro vorgesehen.

 

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