Landshut Projekt "Mitfahrerbank" von Corona kaltgestellt

Mit einem verschiebbaren Plastikdaumen soll jemand, der eine Mitfahrgelegenheit sucht, sein Fahrziel auf der Richtungstafel einstellen können. Der Daumen fehlt. In Coronazeiten ist allerdings sowieso sehr fraglich, ob jemand überhaupt bei einem Fremden zusteigen möchte. Foto: Christine Vinçon

Das Mobilitätsangebot der Stadt erweitern, konkret das städtische Busnetz ergänzen, sollte die im Januar dieses Jahres an der Maximilianstraße installierte erste Mitfahrerbank in Landshut. Ob und wie die Landshuter Bürger "diese neue Form der Mobilität im Alltag tatsächlich annehmen", wie Oberbürgermeister Alexander Putz damals bei der Vorstellung sagte, lässt sich seriös auch nach mehr als einem halben Jahr nicht sagen. Dafür verantwortlich ist - natürlich - die Corona-Pandemie.

Das Konzept ist einfach: Personen, die in einen Stadtteil möchten, der von Bussen nicht oder nur selten angefahren wird, können an einer Mitfahrerbank bei Autofahrern zusteigen, die ihnen eine kostenlose Mitfahrgelegenheit bieten wollen. Die "Mitnehmer" müssen sich davor bei der Stadt registrieren. "Die Coronazeit und der Shutdown haben dem Projekt sehr stark zugesetzt", lautet nun das nüchterne Fazit von Bernhard Moosburger vom Amt für Finanzen auf eine Anfrage unserer Zeitung. "Aufgrund der sich im Februar 2020 bereits abzeichnenden Situation und damit beginnenden und aktuell anhaltenden Verunsicherung waren es verständlicherweise nur sehr wenige Registrierungen."

 

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