Landshut/Niederbayern Schlag gegen Drogenszene an Asylbewerber-Unterkünften

Anscheinend Marihuana im Kilo-Bereich hatte die Drogenszene im Umfeld von Asylbewerberunterkünften umgeschlagen. (Symbolbild) Foto: Oliver Berg/dpa

Der Staatsanwaltschaft Landshut ist anscheinend ein größerer Schlag gegen eine Drogenszene mit Schwerpunkt um Asylbewerberunterkünfte in der Region gelungen. Nachdem bereits im vergangenen Jahr ein Syrer und Algerier verurteilt wurden, hat die Kriminalpolizei nun neun weitere Verdächtige festgenommen.

Bereits seit Anfang 2018 führte die Staatsanwaltschaft Landshut in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern umfangreiche Ermittlungen wegen Handels mit Marihuana im Kilobereich im Umfeld von Asylbewerberunterkünften, heißt es im Bericht des Polizeipräsidiums Niederbayern.

Im August 2018 wurden ein 35-jähriger Algerier und ein 19-jähriger Syrer festgenommen, die mit der Drogenszene in Verbindung standen. Die beiden Männer wurden durch das Landgericht Landshut mittlerweile wegen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt.

Im Zuge der weiteren intensiven Ermittlungen wurden im April beziehungsweise Mai 2019 drei Syrer aus Landshut im Alter zwischen 21 und 29 Jahren aufgrund bestehender Untersuchungshaftbefehle festgenommen und in verschiedene Justizvollzugsanstalten (JVA) eingeliefert.

Die weiteren Ermittlungen gegen diese Tätergruppierung führten nun zu mehreren Personen, bei denen der teils dringende Verdacht besteht, dass sie den Großraum Landshut mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen beliefert haben. Am Montag wurden drei Haftbefehle, die das Amtsgericht Landshut erlassen hatte, durch Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern vollzogen.

Ein 21-jähriger und 22-jähriger Syrer aus dem Landkreis Rottal-Inn, sowie ein 30-jähriger Kosovare wurden aufgrund der von der Staatsanwaltschaft Landshut beantragten Haftbefehle festgenommen und in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Bei drei weiteren deutschen Tatverdächtigen aus dem Landkreis Landshut im Alter von 21, 19 und 18 Jahren wurden am Montag Durchsuchungsbeschlüsse des AG Landshut vollzogen. Dabei wurde umfangreiches Beweismittel sichergestellt. Die Tatverdächtigen sind nach Durchführung der kriminalpolizeilichen Maßnahmen in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Landshut wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die Ermittlungen gegen das Trio dauern an.

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