Landshut Marco Altinger verliert Machtkampf im BDS

Mit den Mächtigen auf Du und Du war Marco Altinger in den vergangenen knapp eineinhalb Jahren in seiner Eigenschaft als Präsident des Bundes der Selbständigen Bayern. Kürzlich traf er sogar Ministerpräsident Horst Seehofer (rechts) zu einem Meinungsaustausch. Nun warf der 38-jährige Landshuter überraschend das Handtuch. Foto: BDS Bayern

Diese Meldung kommt überraschend: Mit sofortiger Wirkung ist der Landshuter Unternehmer Marco Altinger als Präsident des Bundes der Selbständigen (BDS) zurückgetreten. „Persönliche Befindlichkeiten innerhalb der Führungsriege spielten eine entscheidende negative Rolle. Eine nachhaltige und wertorientierte Führung ist in dieser Lage nicht möglich“, schrieb Altinger in einer Pressemitteilung.

Da nun auch intern Zweifel an seiner Arbeit laut geäußert würden, müsse er feststellen, dass ein Weiterentwickeln des Verbandes in der jetzigen Konstellation nicht mehr möglich und sein Rücktritt damit unausweichlich sei.

Vor rund eineinhalb Jahren war Altinger beim Verbandstag in Landshut zum Präsidenten gewählt worden. Die Öffentlichkeitsarbeit des BDS nahm daraufhin gewaltig Fahrt auf: Nahezu im Dreitages-Rhythmus flatterten die Pressemitteilungen in die Redaktionen, in denen Marco Altinger sich mit den Mächtigen aus Politik und Wirtschaft austauschte oder seine Sichtweise – beziehungsweise die des Verbandes – zu aktuellen Themen wie der B15 neu oder der dritten Startbahn des Münchner Flughafens kundtat. Dass Altinger den BDS in der öffentlichen Wahrnehmung auf ein neues, zuvor ungekanntes Niveau gehoben hatte, gestanden ihm sogar seine Kritiker zu.

Von Anfang an interner Widerstand

Intern gab es dennoch große Widerstände gegen den Landshuter, und zwar vom ersten Moment an: „Ich wurde in einer Kampfabstimmung gewählt. Anschließend hatte ich von Anfang an mit Gegenwind zu kämpfen.“ Es habe sich gezeigt, sagt Altinger, dass die alte Garde im BDS nicht so einfach bereit war, das Gelände zu räumen. „Die haben nie Ruhe gegeben. Neue Ideen, die den BDS moderner und zukunftsorientierter hätten gestalten sollen, wurden erbittert bekämpft.“ Und da war auch noch die unerfreuliche Sache mit einer Anzeige wegen angeblicher Scheinselbständigkeit des damaligen Geschäftsführers Tobias Eder, die Ermittlungen von Zoll und Staatsanwaltschaft München nach sich zogen. Diese wurden mittlerweile zwar eingestellt, haben aber dennoch Spuren hinterlassen: So musste Eder, mit dem Altinger ein eingeschworenes Team bildete, den BDS verlassen. „Das waren die Folgen eines Machtkampfs, der mit harten Bandagen geführt wurde“, sagt Altinger.

Den vollständigen Artikel lesen Sie am Dienstag, 22. November, in der Landshuter Zeitung und auf idowa+.

 

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