Wer kennt sie nicht? Die Autofahrer, die einen auf die Palme bringen, wenn die Ampel von Rot auf Grün umschaltet, sie aber den Start völlig verpennen. Meist lässt sich dieses Ärgernis binnen Sekunden beheben. Einmal gehupt und weiter geht die Fahrt. Anders gelagert war der Fall jedoch in der Nacht auf Donnerstag in der Konrad-Adenauer-Straße in Landshut.

Dort blockierte ein 40-jähriger Autofahrer kurz nach Mitternacht minutenlang die Straße. Der Grund: der Mann war am Steuer eingeschlafen. Sein Pech: hinter ihm stand die Polizei. Selbstredend konnten sich die Beamten einen Reim darauf machen, dass hier etwas nicht stimmte. Spätestens, als die Ampel von Rot auf Grün umschaltete, der 40-Jährige aber immer noch keinerlei Anstalten machte, endlich mal das Gaspedal zu betätigen. Eine harte Nuss für die Polizisten. Bei laufendem Motor träumte der 40-jährige seelenruhig von besseren Zeiten und drehte womöglich ein paar Runden mit dem Sandmännchen. Die Beamten sprachen den Mann über das geöffnete Fahrerfenster an. Keine Chance. Erst, als sie mit voller Wucht gegen die Tür hämmerten, riss es den Fahrer unsanft. 

Die Tiefschlafphase des Mannes hatte offenbar einen Grund. "Bei ihm bestand der dringende Verdacht auf Drogenkonsum", berichtet Polizeisprecher Stefan Scheibenzuber. Daher ging's erstmal zur Blutentnahme ins Krankenhaus und dann erst ins Bett.