Landshut Ein Landshuter als „Emergency Doctor“ im Olympischen Dorf

Dr. Christian Gündisch wird während der Olympischen Spiele ehrenamtlich in Brasilien im Einsatz sein. Die wenige Freizeit will er bei verschiedenen Wettkämpfen verbringen. Dafür hat er sich bereits mit Tickets eingedeckt. Foto: bb

Der Landshuter Allgemeinarzt Dr. Christian Gündisch ist in Rio Mitglied des Medizinerpools. Er kümmert sich im Olympischen Dorf um die Wehwechen der Athleten.

Wenn in der Nacht von Freitag auf Samstag im altehrwürdigen Maracana-Stadion das olympische Feuer entzündet wird, blickt die gesamte Sportwelt auf Rio de Janeiro. Rund 10.500 Sportler aus insgesamt 205 Nationen werden an den Start gehen, mehrere Millionen Fans werden live vor Ort die 306 Wettbewerbe in 28 verschiedenen Sportarten verfolgen. Dies alles wäre nicht möglich, wenn nicht ganze Heerscharen von Freiwilligen – man spricht von rund 70.000 – hinter den Kulissen für den reibungslosen Ablauf der Olympischen Spiele sorgen würden. Einer dieser „Volunteers“ ist der Landshuter Allgemeinarzt Dr. Christian Gündisch. Auf ehrenamtlicher Basis wird er während der kommenden zweieinhalb Wochen einem Pool von Ärzten aus aller Welt angehören, die sich im Olympischen Dorf um die kleineren und größeren Wehwehchen der Athleten kümmern werden.

Seit Montag weilt der Mediziner in der Metropole am Fuße des Zuckerhuts. Seine Unterkunft hat er freilich nicht im Olympischen Dorf – dieses Privileg bleibt den Athleten vorbehalten. „Wir haben ein Appartement in Barra da Tijuca gefunden“, sagt Gündisch. Von dort aus hat er etwa eine halbe Stunde Anfahrt zum Olympischen Dorf – die es mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen gilt. „Für die freiwilligen Helfer gibt es keinen Shuttle-Service. Angesichts der Masse an Volunteers wäre das auch gar nicht möglich.“

Worin besteht nun seine Aufgabe? „Im Olympischen Dorf gibt es eine Poliklinik mit den verschiedenen medizinischen Abteilungen und Einrichtungen. Alle Geräte werden gestellt, und natürlich gibt es für die Untersuchungen auch ein Labor“, sagt Gündisch. Seine Rolle beschreibt er als „Emergency Doctor“. Kommt ein Sportler zu ihm, wird er eine Erstdiagnose stellen, ihn entweder selbst behandeln oder an Spezialisten verweisen. „Also eigentlich mache ich nichts anderes als in Landshut in meiner Praxis“, sagt der 43-Jährige. Aber haben die Sportler dafür nicht einen eigenen medizinischen Stab in Rio de Janeiro mit dabei? „Nur die großen, reichen Verbände können sich das leisten“, erklärt Gündisch. Vor allem die Sportler aus ärmeren Nationen hätten diese Möglichkeit einer eigenen ärztlichen Versorgung nur selten. „Und hauptsächlich für diese Athleten gibt es diesen medizinischen Pool, in dem sie versorgt und behandelt werden.“

Den vollständigen Artikel lesen Sie am Mittwoch, 3. August, in der Landshuter Zeitung.

 
 

0 Kommentare

Videos