Landshut/Attenkirchen Frau bei Blitzeis auf Kirchenweg gestürzt: Klage abgelehnt

Nach ansteigenden Temperaturen und Eisregen wird es auf Straßen und Gehwegen mitunter spiegelglatt. Foto: Ingo Wagner

Der Fall - im wahrsten Sinne des Wortes - hatte für Aufsehen weit über den Pfarrverband Attenkirchen in der Holledau hinaus gesorgt: Weil sie nach dem Besuch eines Gottesdienstes im Dezember 2016 auf einem Gehweg der Filialkirche gestürzt war, hat eine über 80 Jahre alte Dame den Pfarrer auf Schadensersatz verklagt.

Die Klägerin vertrat vor der Zivilkammer des Landgerichts die Meinung, dass der Pfarrer mit dem Blitzeis, das sie zu Fall gebracht hatte, hätte rechnen und dementsprechend Sicherheitsvorkehrungen treffen müssen. Richter Clemens Albert hat die Klage am Freitag allerdings abgelehnt.

Dem Vernehmen nach waren sich alle Zeugen, sowohl die der Anklage als auch die der Verteidigung, einig: An dem Tag, an dem die alte Dame auf dem neu errichteten, behindertengerechten Gehweg um die Kirche herum ausrutschte und sich dabei schwer verletzte, war der Boden vor Beginn des Gottesdienstes trocken und vollständig eisfrei. Es sei kalt gewesen, Schnee sei aber keiner gelegen, so die Zeugen. Der Mesner hatte die Witterungsverhältnisse vor Beginn der Messe gleich zwei Mal kontrolliert. Der Kirchenverwaltung zufolge "geschah es nun aber, dass während der Messe Tauwetter den Reif auf der Kirchturmspitze abtropfen ließ und sich so auf dem noch kalten Pflaster eine punktuelle Eisschicht bildete". Hätte der Pfarrer also das Blitzeis ganz verhindern sollen, fragte sich die Kirchenverwaltung, oder hätte er aufgrund einer göttlichen Eingebung die Gottesdienstbesucher so lange im Kirchengebäude behalten sollen, bis der Mesner gestreut hätte?

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 30. Dezember 2017.

 
 

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