Landshut Angeklagter verbat sich Einmischung in Ehe

Um Rollenvorstellungen und die Stellung der Frau in Bangladesch geht es derzeit bei einem Prozess am Landgericht Landshut. (Symbolfoto) Foto: Abir Abdullah, dpa

Viele Vergewaltigungsopfer können nicht darüber sprechen, was ihnen passiert ist. Der Prozess gegen Bodhi B.* aus Bangladesch vor der sechsten Strafkammer des Landgerichts zeigt aktuell, dass es erst richtig kompliziert wird, wenn kulturell bedingte Differenzen hinzukommen - ein antiquiertes Rollenverständnis, arrangierte Ehen und die Tabuisierung von Sexualität erschweren es den Opfern von sexuellen Übergriffen zusätzlich, sich zu offenbaren. Unter dieser Prämisse kann man es durchaus als kleine Sensation bezeichnen, dass sich Bindi B.* am Telefon ihrer Freundin anvertraute; zwei Tage nachdem ihr Mann Bodhi B. sie zum wiederholten Male vergewaltigt haben soll.

Wie berichtet, legt die von Staatsanwältin Daniela Kustermann vertretene Anklage dem 37-jährigen B. Vergewaltigung in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung zur Last. B. soll seine Frau am 29. Juni 2018 in der gemeinsamen Wohnung in Hallbergmoos gewaltsam und unter Drohungen zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben. B. hatte den ihm zur Last gelegten Sachverhalt zu Prozessbeginn jedoch bestritten und dabei den ersten Verhandlungstag zeitlich gesprengt, indem er vehement und leidenschaftlich beteuert hatte, seine Frau nicht vergewaltigt zu haben: Der Sex sei einvernehmlich erfolgt. Bindi B. soll dem Vernehmen nach ihre Vorwürfe in ihrer Aussage unter Ausschluss der Öffentlichkeit aufrechterhalten haben.

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