Ein Landshuter benötigte am Montagabend einen Schlüsseldienst - der Auftakt für einen turbulenten Streit, den am Ende die Polizei schlichten musste. 

Was war passiert? Der Landshuter konnte gegen 20.15 Uhr seine Haustür aufgrund eines kaputten Zylinders nicht mehr öffnen. Daraufhin machte er sich auf die Suche nach einem Schlüsseldienst. Im Internet wurde er schließlich fündig. Bei dem folgenden Telefonat fragte er gleich vorsorglich nach, ob es sich um einen ansässigen Schlüsseldienst handelte. Das wurde ihm auch bestätigt. Bei der Frage nach den Kosten hielt sich sein Gegenüber jedoch bedeckt, nur Anfahrtskosten in Höhe von rund 20 Euro wurden genannt. Kurze Zeit später traf schließlich ein 20-jähriger Monteur des Schlüsseldienstes ein. Auffällig war bereits, dass er mit einem Mietfahrzeug und ohne Arbeitskleidung anrückte. Zudem stellte sich heraus, dass auch die fachlichen Qualitäten des Mannes nicht sehr ausgeprägt waren. Mehr Kreativität bewies er bei der Rechnung: Rund 500 Euro wollte er als Arbeitslohn erhalten. 

Das wiederum erschien dem Landshuter viel zu viel, es kam zu einer Diskussion und in der Folge zu einem Streit. Da der 20-Jährige dabei aggressiv und beleidigend wurde, verständigte der Landshuter die Polizei. Die Beamten konnten den Streit schließlich schlichten. Zu einer Türöffnung kam es schließlich nicht. Damit hätte die Angelegenheit beendet sein können - war sie aber nicht. Denn anstatt wegzufahren, ließ der junge Mann sein Fahrzeug stehen und begab sich in ein Schnellrestaurant. Von dort kehrte er kurz darauf mit einer Frau zurück. Auf Nachfrage gab sie der 20-Jährige als seine Cousine aus. Eine Kontrolle ergab jedoch, dass zwischen den beiden keinerlei Verwandschaftsverhältnis bestand. Wie sich herausstellte, hatte der 20-Jährige der Frau 50 Euro angeboten, um sein Auto wegzufahren. Der Grund für das seltsame Verhalten: Der 20-Jährige war selbst nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Damit erwartet ihn nun ein Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis. Auch gegen den eigentlichen Mieter des Fahrzeugs, der ihm den Wagen überlassen hatte, wird ermittelt.