Prozessbeginn am Montag in Regensburg Stalker schickt Frau fast 200 Nachrichten und Anrufe

Wegen Nachstellung steht am Montag ein Landkreisbürger vor Gericht. Foto: Henning Kaiser/dpa

An die 200 Textnachrichten und Anrufe innerhalb von fast zwei Jahren hat ein 37-Jähriger Mann aus dem Landkreis Cham seiner Angebeteten zukommen lassen - obwohl sie laut Anklageschrift dem eindeutig widersprochen hat.

Nun muss sich der Mann vor dem Landgericht Regensburg wegen Nachstellung verantworten. Begonnen hatte die Geschichte auf einer Plattform im Internet. Dort lernte der Mann die Geschädigte im Frühjahr 2014 kennen, der Kontakts endete im Herbst. Der Angeklagte blieb zäh, schrieb Textnachrichten und rief an trotz eindeutigem Widerspruchs an.

Wie ihm dann zwischenzeitlich bekannt wurde, hatte seine Ehemalige einen anderen Partner und Nachwuchs. Im Wahn glaubte der 37-Jährige, dass das Kind von ihm sei. In der Folge meldete er sich beim Arbeitgeber der Frau, bei österreichischen und rheinland-pfälzischen Behörden, um dort seinen Sohn als vermisst zu melden oder Grüße bestellen zu lassen.

Die Frau war in dieser Zeit in ihrer Lebensgestaltung stark eingeschränkt. Eingeschränkt ist wohl auch die Urteilsfähigkeit des Mannes. Krankheitsbedingt soll in der Hauptverhandlung am kommenden Montag über seine Unterbringung entschieden werden.

 

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