Landkreis Straubing-Bogen Jagdverband: "Jägern immer mehr aus der Hand genommen"

"Nach acht Jahren ist es genug", sagt der bisherige Kreisgruppen-Vorsitzende Josef Niemeier. Die Jäger sieht er zum einen von der Öffentlichkeit an den Pranger gestellt und zum anderen zu reinen Dienstleistern degradiert. Foto: erö

Er ist seit 46 Jahren passionierter Jäger und Revierinhaber, seit 44 Jahren Mitglied der Kreisgruppe Bogen im Bayerischen Jagdverband (BJV) und stand dieser acht Jahre lang engagiert vor. Kürzlich legte Josef Niemeier sein Amt als Vorsitzender nun in jüngere Hände.

"Nach acht Jahren als Vorstand ist es genug", sagt er. Im Interview nach seinem Ausscheiden beklagt Niemeier das schlechte Image der Jäger und den Rückgang von Niederwild. Das Schwarzwild werde in der Kreisgruppe stark bejagt, erklärt Niemeier. Als Hauptüberträger für die Afrikanische Schweinepest sieht er die Wildschweine aber nicht.

Was konnten Sie in acht Jahren als Vorsitzender der Kreisgruppe Bogen bewegen und verändern?

Josef Niemeier: In der Kreisgruppe waren wir zusammen mit den Hegeringleitern sehr aktiv und haben unter anderem Vorträge von hochrangigen Referenten und Exkursionen angeboten. Ein Höhepunkt in meiner Amtszeit war die Organisation des dreitägigen Jagdhornbläsertreffens im Juni 2011 in Klinglbach mit 500 Bläsern aus allen sieben Regierungsbezirken. Leider konnten wir in der Bezirksgruppe nichts bewegen oder voranbringen. Die Bezirksgruppe ist einfach unorganisiert aufgestellt, man erreicht nichts.

Als einen der Gründe Ihres Rücktritts nennen Sie das schlechte Image der Jäger. Wie äußert sich das?

Niemeier: Jäger werden heute oft als Mörder bezeichnet, auch in den Medien. Wir Jäger haben die gesetzliche Aufgabe zur Pflege und Regelung des Wildbestandes und machen den besten Naturschutz, den es gibt. Wir haben aber niemanden, der uns in der Öffentlichkeit vertritt. Tier- und Naturschützer haben heute das Sagen.

Zurzeit machen deutschlandweit mehr Menschen den Jagdschein, während die Abschüsse zurückgehen. Woran kann das liegen?

Niemeier: Der Jagdschein wird gemacht, um legal in den Besitz von Waffen zu kommen. Während man in Bayern heute ein Jahr für das Ablegen des Jagdscheines braucht und viel lernt, ist er in anderen Bundesländern leichter zu haben. Erwiesenermaßen sind Jagdwaffen aber nur äußerst selten bei Gewaltdelikten im Einsatz.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 09. Februar 2018.

 
 

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