Landkreis Landshut Schwarze Schafe unter den Nageldesignern

Dann wird die gewünschte Farbschicht aufgetragen. Foto: gg

Ein Nagelstudio kann in Deutschland jeder eröffnen, da der Beruf des Nail Designers nicht geschützt ist. Wer jedoch sein Handwerk nicht beherrscht, nimmt Gefahren für sich und Kunden in Kauf. Terri Malon, Geschäftsführerin des Bundesverbands Deutscher Nail Designer, will das ändern und setzt sich dafür ein, eine staatlich anerkannte Berufsprüfung einzuführen.

Um ihren Anliegen mehr Gewicht zu verleihen, gründete Terri Malon 1995 den Bundesverband Deutscher Nail Designer mit eigenem Fachmagazin: "Um bei der Handwerkskammer zu punkten, brauchst du einen Verband." Der Nail Designer müsse wie in den USA auch in Deutschland ein staatlich anerkannter Beruf werden, befindet sie. Die Branche, inklusive der Produkthersteller, erwirtschafte jährlich ein Bruttosozialprodukt von sieben Milliarden Euro, doch die Politik interessiere sich nicht dafür. "Jedes Mal, wenn es einen neuen Verbraucherschutzminister gibt, schreibe ich den an", erzählt sie.

Vorbild in Sachen professionelle Berufsausbildung ist für Malon Amerika, wo die gebürtige Nürnbergerin seit vielen Jahren lebt. Nach zwölf Wochen Vollzeitkurs in Übersee absolvierte Malon eine staatlich anerkannte Prüfung, das erhaltene Zertifikat muss in den USA alle fünf Jahre neu beantragt werden.

Von solchen Standards sei man in Deutschland meilenweit weg, ärgert sich Malon. Nur wenige Handwerkskammern führen bislang eine Prüfung zum Nageldesigner durch.

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