Landkreis Erding Nachbarn melden vermeintliche Ausgangs-Verstöße

In der Mehrzahl der Fälle hatten die Nachbarn Verstöße gemeldet, die eigentlich keine waren. (Symbolbild) Foto: Stefan Karl

In der Nacht auf Samstag haben einige Menschen im Landkreis Erding ihre Nachbarn gemeldet, weil die angeblich gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen hätten. In den meisten Fällen allerdings waren die Melder offenbar zu voreilig.

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden die Beamten der Polizeiinspektion Erding zu mehreren angeblich überlauten Partys gerufen, bei denen die Besucher vermeintlich gegen die Ausgangsbeschränkung verstoßen hätten. Bis auf eine Ausnahme handelte es sich bei allen kontrollierten Menschen um Berechtigte, die nicht gegen die Ausgangsbeschränkung verstießen, sondern sich wohl gefühlt für die jeweiligen Nachbarn zu laut verhielten.

Nur in einem Fall in Pastetten mussten die Beamten aufgrund eines Verstoßes gegen die Ausgangsbeschränkung in Sachen Corona eingreifen. Dort trafen sich drei rumänische Arbeiter auf der Terrasse zum Grillen und tranken gemeinsam Bier. Nachdem dies gegen die Allgemeinverfügung in Sachen Corona verstößt, müssen alle drei Männer im Alter von 25, 42 und 45 Jahren mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen.

In diesem Zusammenhang appelliert die Polizei an den gegenseitigen Respekt und die Vernunft der Bürger. Nachbarschaftsstreitigkeiten oder auch Ruhestörungen sollten nicht als vermeintlichen „Corona-Verstoß“ zu interpretiert werden.

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