Landkreis Deggendorf Vergewaltigung beim Pizza-Service?

Ein 44-jähriger Inhaber eines Pizzaservices steht ab Freitag vor Gericht, weil er eine ehemalige Mitarbeiterin vergewaltigt haben soll. (Symbolbild) Foto: Nicolas Armer/dpa

Ab Freitagvormittag muss sich ein 44-jähriger Inhaber eines Pizza-Lieferdienstes aus dem südlichen Landkreis Deggendorf mit pakistanischer Staatsangehörigkeit vor der Strafkammer des Landgerichts Deggendorf unter anderem wegen der Vorwurfs der Vergewaltigung verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, im Herbst 2016 in einem Abstellraum seines Lokals eine frühere Mitarbeiterin gewaltsam zum Sex gezwungen zu haben. Die Frau wollte sich laut eigenen Angaben an jenem Tag Lohnbescheinigungen abholen.  Zwischen Februar und Juli 2017 soll die frühere Mitarbeiterin unter dem Eindruck der gegen sie verübten Gewalt und angesichts weiterer Drohungen mehrmals pro Woche im Lokal des Angeklagten geputzt haben.

Auch in dieser Zeit soll es immer wieder zu körperlichen Übergriffen gekommen sein. Zudem soll der Angeklagte mehrmals Geld erpresst haben. Laut Anklageschrift hat der Angeklagte gedroht, sie umzubringen, falls sie Anzeige gegen ihn erstatten sollte.

Ebenfalls angeklagt sind zwei weitere pakistanische Staatsangehörige im Alter von 28 und 38 Jahren. Diese sollen laut derzeitigem Ermittlungsstand der Staatsanwaltschaft an der angeklagten Vergewaltigung beteiligt gewesen sein. Sie sollen das mutmaßliche Opfer zunächst gewaltsam auf ein Sofa gezogen und während des Geschlechtsverkehrs festgehalten haben.

Die drei Angeklagten befinden sich seit ihrer Festnahme im Juli 2017 in Untersuchungshaft in verschiedenen bayerischen Justizvollzugsanstalten.

Die Angeklagten bestreiten die Tatvorwürfe, so dass eine umfangreiche Beweisaufnahme geplant ist. Es sind insgesamt 14 Zeugen geladen und bereits vier Fortsetzungstermine angesetzt worden. Der Prozess soll mindestens bis in den April hinein dauern.

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