Landgericht Regensburg Urteil im Kinderporno-Prozess erwartet

Ein Angeklagter sitzt vor Prozessbeginn vor einem Gerichtssaal im Landgericht. Foto: Matthias Balk/dpa/dpa

Der Prozess wegen Kinderpornografie vor dem Landgericht Regensburg wird am Donnerstag (9 Uhr) fortgesetzt. Erwartet werden die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung sowie anschließend das Urteil.

Für die beiden 54 und 57 Jahre alten Männer auf der Anklagebank stehen mehrjährige Haftstrafen im Raum. Gericht, Anklage und Anwälte hatten sich am Dienstag kurz nach dem Auftakt zu einem Rechtsgespräch zurückgezogen. Demnach soll der 57-Jährige, ein Jurist aus Regensburg, vier bis viereinhalb Jahre Haft bekommen, für den drei Jahre jüngeren Mann aus Berlin stehen sechs bis sechseinhalb Jahre im Raum. Beide hatten am Dienstag umfängliche Geständnisse abgelegt. Die Männer sitzen in Untersuchungshaft.

Das Verfahren gegen einen 29-Jährigen wurde abgetrennt und wird gesondert verhandelt. Der Mann aus Rheinland-Pfalz ist als einziger auf freiem Fuß.

Die Männer sollen an der bandenmäßigen Verbreitung von Fotos und Videos des sexuellen Missbrauchs von Kindern über eine Internetplattform beteiligt gewesen sein. Der Angeklagte aus Berlin soll zudem selbst ein anfangs zehnjähriges Mädchen schwer sexuell missbraucht haben, die Freundin seiner Tochter.

Die Angeklagten waren nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft in dem über das Darknet erreichbaren Internetforum als Moderatoren und Administratoren tätig. Der 57-Jährige soll zudem fast 900.000 Bilddateien des sexuellen Missbrauchs von Kindern auf seinem Computer gespeichert haben. In dem Internetportal versteckte er sich hinter dem Namen "Good Uncle" (Guter Onkel).

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