Mit seinen erst 20 Jahren hat der Chamer schon reichlich Erfahrung mit der Strafjustiz. Elf Eintragungen in seinem Sündenregister belegen dies: angefangen von Diebstählen über Sachbeschädigungen, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, Körperverletzung bis hin zum Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion.

Am Dienstag machte er das Dutzend voll. Diesmal lautete der Vorwurf uneidliche Falschaussage und versuchte Strafvereitelung.

Handy sichergestellt

Im September vergangenen Jahres sollte der Beschuldigte vor dem Amtsgericht in Cham gegen seinen Schulfreund (19) aussagen, der wegen Handeltreibens mit Betäubungsmittel auf der Arme-Sünder-Bank saß.

Auf die Spur gekommen waren die Ermittler beim Auswerten von dessen Handy, auf dem sich gleich zwei Chats mit dem Angeklagten befanden. In diesen wurde - in szenetypischer Art und Weise - der Verkauf von Marihuana im Wert von 200 Euro besprochen.

Das beim Angeklagten sichergestellte Handy wies die gleichen Eintragungen auf. Vor dem Amtsgericht in Cham behauptete der Angeklagte als Zeuge, er habe vom damaligen Beschuldigten keine Betäubungsmittel erworben.

Auch wisse er, dass dieser nicht mit Betäubungsmitteln handle. Auf den Chatverlauf auf seinem Handy angesprochen, erklärte er, er könne sich nicht daran erinnern.