Bei allem der Sache gebührenden Ernst: Der Gedanke an Comedy blitzte auch am Donnerstag im Prozess um den Einbruch auf einen Reiterhof bei Freising auf. Seit März müssen sich zwei Brüder wegen versuchten Mordes in Tateinheit jeweils mit gefährlicher Körperverletzung, schwerem Raub und Wohnungseinbruchsdiebstahl vor der Jugendkammer des Landgerichts verantworten.

Der 18-Jährige, der für kurze Zeit auf dem Reiterhof gearbeitet hatte, hatte den Einbruch zu Prozessbeginn eingeräumt, eine Tötungsabsicht jedoch bestritten. Statt seines 22-jährigen Bruders soll ein Bekannter an der Tat beteiligt gewesen sein. Dieser soll es auch gewesen sein, der dem Landwirt einen Schlag auf den Kopf verpasst hat.

Nach wochenlangen, aufwendigen Vorbereitungen für eine Videobefragung des Mannes in Rumänien sollte es nun soweit sein - die Leitung stand. Doch das rumänische Gericht berichtete, dass der Zeuge nicht greifbar sei, weil er sich seit zwei Monaten wieder in Deutschland befinde.