Ein schlichtes Anwesen in Dorfen - doch die Waffen, die von der Polizei im Mai 2021 dort sichergestellt worden waren und am Freitag vor dem Landgericht Landshut von einem Waffengutachter akribisch vorgestellt wurden, ließen Bilder an ganz andere Schauplätze vor dem inneren Auge entstehen.

Scharfschützen auf Großstadtdächern etwa, oder Beschüsse von Flugzeugen an Kriegsschauplätzen. Zu der Tatsache, dass der 45-jährige Angeklagte den Lauf einer Schrotflinte abgesägt hatte, meinte der Sachverständige des LKA, dass dies "gar nicht abwegig" sei: "Da kann man das Ding besser unterm Mantel verbergen."

Bis zuletzt hatte der schlicht wirkende Dorfener beteuert, das Waffenarsenal, das auch schweres Kriegsgerät umfasste, lediglich für einen Freund aufbewahrt zu haben. Dass er die harten Drogen, die ebenfalls in seinem Haus aufgefunden worden waren, zum Eigenkonsum besessen und zum Teil weiterverkauft hat, hatte er zu Prozessbeginn eingeräumt.

Jetzt sprachen die Richter ihr Urteil.