Es ist wohl der Albtraum eines jeden Mannes, der für einen 54-Jährigen aus dem Landkreis am 1. März 2019 Realität wurde. Seine "Las Vegas-Ehefrau" hatte ihn im Streit an einer delikaten Stelle verletzt - 23 Stiche waren nötig gewesen, um einen Hoden wieder zusammenzuflicken.

Als "die größte Katastrophe meines Lebens" bezeichnete der Mann den Vorfall am Montag vor der Berufungskammer des Landgerichts. Erneut gab der Tätowierer an, die 42-Jährige habe ihn mit einer Pinzette "hinterrücks" angegriffen. Das Amtsgericht war dieser Einlassung nicht gefolgt und hatte die Frau vom Vorwurf der schweren Körperverletzung freigesprochen. Die 42-Jährige habe sich in einer "unmittelbaren Bedrohungssituation" befunden, hieß es in der Urteilsbegründung.