Landesliga Mitte Spitzenspiel in Cham - Kötzting will dritten Sieg in Folge

Der heimstarke ASV Cham lädt den FC Sturm Hauzenberg zum Sptzenspiel. Foto: Bastian Häns

Am zwölften Spieltag der Landesliga Mitte empfängt der ASV Cham den formstarken FC Sturm Hauzenberg zum Spitzenspiel. Der 1. FC Bad Kötzting ist daheim gegen den Aufsteiger VfB Bach gefordert.

Ein Spitzenspiel der Landesliga Mitte findet am Freitag beim ASV Cham statt. Der Tabellenfünfte empfängt dabei den Dritten FC Sturm Hauzenberg. Die Gäste sind sehr formstark und sind nach anfänglichen Schwieirigkeiten seit sechs Spielen ungeschlagen. Die letzten vier Partien konnten sie alle gewinnen, unter anderem gegen den zuvor noch ungeschlagenen Tabellenführer SV Donaustauf. "Hauzenberg ist aktuell am aufsteigenden Ast. Sie sind die Mannschaft der Stunde und richtig ins Rollen gekommen", sagt Chams Trainer Andreas Lengsfeld. 

Eine Statistik, die jedoch für die Chamer spricht: Daheim hat die Lengsfeld-Elf in dieser Saison noch kein einziges Spiel verloren, erst einmal mussten sie sich mit einem Unentschieden begnügen. "Wir haben daheim bislang gute Ergebnisse erzielt. Das muss auch weiterhin unser Ziel sein, denn wir wollen oben dranbleiben". Um dies zu realisieren, müsste am Freitagabend ein Sieg her. Den Gegner schätzt Lengsfeld als sehr erfahren und selbstbewusst ein: "Hauzenberg ist in der letzten Zeit enger zusammengerückt. Sie spielen aggressiv, giftig, kompakt und leidenschaftlich. Zudem haben sie sehr viel Erfahrung und Qualität in ihren Reihen".

Daher ließ Lengsfeld unter der Woche auch vermehrt das Zweikampfverhalten trainieren. "Wir müssen mit Härte und Geschick agieren, höchste Konzentration aufbieten, gut gegen den Ball arbeiten, aber dennoch mutig nach vorne spielen", sagt der Trainer. Sein Team müsse ein gutes Mittelmaß finden. Für dieses Vorhaben steht dem Chamer Trainer außer Tobias Berger und Tobias Kordick jeder Spieler zur Verfügung.

Personell angeschlagenes Kötzting empfängt Aufsteiger

Der 1. FC Bad Kötzting trifft am Samstag auf Aufsteiger VfB Bach. Die Penzkofer-Elf konnte nach einer Durststrecke die vergangenen beiden Partien für sich entscheiden. Beim 8:0-Erfolg gegen den SV Hutthurm und dem 6:4 gegen den SV Etzenricht erzielte die Kötztinger Offensive insgesamt 14 Treffer, sechs davon alleine Stürmer Miroslav Spirek. "Hutthurm hatte an dem Tag keine wirkliche Chance gegen uns. Gegen Etzenricht waren wir zwischenzeitlich jedoch mit 1:3 in Rückstand - da haben wir zu Beginn nicht gut gespielt. Dass wir dann noch fünf Tore machen, resultierte vor allem aus unserer guten Chancenverwertung in diesem Spiel", sagt Kötztings Trainer Ben Penzkofer. 

Die Gäste-Mannschaft von Trainer Thomas Semmelmann steht aktuell auf dem zwölften Rang in der Tabelle. Penzkofer schätzt sie einen Tick besser ein, als Etzenricht: "Spielerisch haben sie gute Spieler in ihren Reihen, die definitiv Landesliga-Niveau haben. Sie sind in der vergangenen Saison absolut zurecht aufgestiegen". Vor allem in der Offensive habe Bach gute Leute, in der Defensive sieht Penzkofer die Schwächen des Gegners: "Da haben sie die ein oder andere Lücke zu viel", sagt er und füght hinzu: "Bach will mitspielen, das kommt unserer Spielweise entgegen." Zudem vertraut Penzkofer auf die Heimstärke seiner Mannschaft: "Daheim war noch niemand besser als wir", sagt er.

Von seiner Truppe erwartet er, dass sie viel Ballbesitz hat, spielerisch Torchancen herausarbeitet, aber auch eigene Fehler vermeidet, um Bach keine Konter-Aktionen zu ermöglichen. Nicht einfach wird dies jedoch aufgrund der Personallage: "Wir haben unglaublich viele angeschlagene Spieler und nur drei bis vier fitte Akteure auf dem Feld", sagt der Coach. Sicher ausfallen werden Christoph Schambeck, Martin Vesenjak, Michael Achatz, Julian Winnig und Moritz Graßl. Ein "dickes Fragezeichen" steht hinter dem Einsatz von Michael Faber (krank). Bei dem Rest der Angeschlagenen hofft Penzkofer, dass "sie draufbeißen".

Richtungsweisendes Spiel für Neukirchen

Der SV Neukirchen beim Heiligen Blut konnte nach einer schwieirigen Phase zuletzt in der Englischen Woche aus den Partien gegen den FC Tegernheim und den TSV Kareth-Lappersdorf vier Punkte holen. Damit arbeitete sich die Mannschaft von Trainer Franz Koller auf den 13. Tabellenplatz vor. Am Sonntag steht für die "Rosenkranzler" das nächste richtungsweisende Spiel an. Sie reisen zum SC Ettmannsdorf, zu dem sie bei einem Sieg in der Tabelle aufschließen könnten. "Das wird ein sehr, sehr wichtiges Spiel für uns, da wir tabellarisch zu Ettmannsdorf aufschließen könnten. Ich erwarte ein enges Match", sagt Koller, der selbst bei der Partie aus beruflichen Gründen nicht dabei sein kann. Der Chefanweiser wird von seinen Co-Trainern vertreten.

An die zuletzt gezeigten Leistungen wollen die Neukirchener anknüpfen. "Wir müssen wieder mit genauso viel Engagement in die Begegnung gehen wie zuletzt. Ich hoffe, dass die Mannschaft sich der Wichtigkeit der Begegnung bewusst ist", sagt Koller. Individuell sind die Gastgeber aus Ettmannsdorf stark besetzt. Neben Ex-Drittligaspieler Florian Tausendpfund, dem starken Außenbahnspieler Jeremy Schmidt und dem gefährlichen Stürmer Tobias Wiesner warnt Koller zudem von seinem ehemaligen Spieler Patrick Eberl, der erst unter der Saison nach Ettmannsdorf gekommen ist. "Ettmannsdorf ist durchwegs gut besetzt und hatindividuell richtig hohe Qualität", warnt der Coach.

Vor der Saison gab es schon eine Begegnung der beiden Mannschaften: "Wir haben ja in der Vorbereitung schon einmal gegen Ettmannsdorf gespielt und 5:1 gewonnen. Wenn es wieder so ausgehen würde, würde ich es sofort unterschreiben. Ein 1:0 würde mir aber auch schon reichen", meinte Koller schmunzelnd. Dem Neukirchener Übungsleiter fallen jedoch einige Stammspieler aus: Neben dem Langzeitverletzten Lukas Hutta fehlt Alexander Herzog (Muskelfaserriss), Damir Bajric (Bänderanriss im Sprunggelenk), Christian Wess (Nerv eingeklemmt, Martin Krames (Vedacht auf Überdehnung des Innenbandes und Michael Bachl (Urlaub). Zudem wurde Ademilson Castro Dos Santos vor kurzem suspendiert - aus "internen Gründen" sagt Koller und fügt hinzu: "Er ist negativ aufgefallen und kein Teil des SV Neukirchen mehr".

 
 

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