Landesliga Mitte Bogen muss nach Neukirchen – Cham unter Zugzwang

Der TSV Bogen um Thomas Hentschel reist am Samstag zum SV Neukirchen beim Heiligen Blut. Foto: Charly Becherer

Der SV Neukirchen empfängt den TSV Bogen zu einem Duell auf Augenhöhe. Nach drei Niederlagen in Serie ist der ASV Cham gegen Etzenricht unter Zugzwang.

In der Landesliga Mitte treffen am Samstag mit dem SV Neukirchen beim Heiligen Blut und dem TSV Bogen zwei Teams auf Augenhöhe aufeinander. Die beiden Vereine trennen nur drei Punkte und zwei Plätze voneinander.

Bogen hat nach der 0:5-Packung in Hauzenberg beim 1:1 gegen Burglengenfeld zumindest ein Stück weit Wiedergutmachung betrieben. "Das war die richtige Reaktion, die Leistung hat gestimmt", sagt Spielertrainer Michael Steiger. Allgemein sieht er seine Mannschaft bislang im Soll und ist durchaus zufrieden. "Aber wir müssen auch weiterhin über die Schmerzgrenze gehen, um zu bestehen."

Mit Neukirchen treffen die Bogener nun auf eine Mannschaft mit tollem Lauf. Fünf der letzten acht Spiele wurden gewonnen, gegen Fortuna Regensburg gab es nur eine Niederlage und auch diese wäre vermeidbar gewesen. "Ich erwarte ein körperbetontes Spiel mit hoher Intensität und vielen Zweikämpfen", sagt Steiger. Neukirchen werde mit breiter Brust auftreten und habe gerade durch die Legionäre in der Offensive viel Qualität. Bei seiner Mannschaft betont Steiger vor allem die personelle Situation. Womöglich könne er nur mit elf Spieler plus Ersatztorhüter anreisen.

Koller: "Jammern gibt's bei mir nicht"

Auch Neukirchen muss schon länger auf einige Spieler verzichten. Jammern kommt für SVN-Coach Franz Koller deshalb aber nicht infrage. "Das gibt es bei mir nicht, damit schaffe ich nur ein Alibi für meine Spieler und bringe ihnen auch nicht genügend Wertschätzung entgegegen. Die elf, die am Wochenende spielen, sind immer die besten elf", betont er.

Nach dem Positivlauf der vergangenen Wochen ist Koller aktuell sehr zufrieden. "Man sieht Woche für Woche einen Aufwärtstrend, die Mannschaft findet sich immer mehr", freut sich Koller. Man sei zwar absolut zufrieden mit der Situation, werde aber ganz sicher nicht abheben. "Es ist alles so eng in der Liga, da dürfen wir nicht nachlassen." Das Ziel sei weiterhin, fünf Mannschaften hinter sich zu lassen und nicht abzusteigen. Gegen Bogen erwartet Koller "eine schwere Aufgabe, immerhin ist Bogen ein Bayernliga-Absteiger."

Ein besonderes Spiel wird es für Bogens Simon Meindl. Der Stürmer verabschiedete sich erst vor wenigen Wochen als Spieler aus Neukirchen und heuerte als Co-Trainer in Bogen an. Begleitet wurde der Wechsel von unschönen Worten der Neukirchener Vereinsführung. Doch Meindl reagiert gelassen darauf: "Ich fand das nicht in Ordnung und es wurden auch Unwahrheiten in die Welt gesetzt. Aber ich möchte mich auf eine solche Umgangsweise nicht herablassen." Er widme sich seiner neuen Aufgabe in Bogen nun mit "voller Hingabe" und freut sich auf das Duell bei seinem Ex-Club. Neukirchens Trainer Koller bewertet die Situation ganz gelassen: "Für mich ist das überhaupt kein Thema. Ich hatte mit Simon ein ordentliches Gespräch und habe persönlich überhaupt kein Problem mit ihm."

Fuidl: "Mannschaft muss liefern"

Nach drei Niederlagen in Folge wieder punkten sollte der ASV Cham, der inzwischen im unteren Mittelfeld der Tabelle angekommen ist und am Samstag den SV Etzenricht empfängt. Die Gäste stehen mit vier Zählern mehr vor Cham. ASV-Trainer Roland Fuidl  fordert in aller Deutlichkeit: "Die Mannschaft muss liefern und drei Punkte holen." Sein junges Team müsse lernen, mit der Drucksituation und den Negativerlebnissen umzugehen. Etzenricht schätzt Fuidl als starkes Kollektiv ein: "Das ist eine kompakte und kampfstarke Mannschaft."

Beim 1. FC Bad Kötzting hofft man nach der 2:5-Heimpleite gegen Hauzenberg in Burglengenfeld auf den zweiten Sieg unter dem neuen Trainer Jiri Vondra. Dieser konnte bis Donnerstag jedoch noch keine Trainingseinheit leiten, weil er in der Vorwoche operiert worden ist. Deshalb kümmerte sich der verletzte Kapitän Florian Frisch ums Training. "Die Trainingsbeteiligung war okay, die Stimmung ist gut", sagt Frisch. Der gesamten Woche mit den Spielen in Burglengenfeld und in Kareth sowie dem Heimderby am Dienstag gegen Neukirchen blickt er positiv entgegen. Vor allem das Derby gegen Neukirchen wolle man gewinnen, um in der Tabelle wieder vor dem Rivalen zu stehen. Gegen Burglengenfeld erwartet Frisch "ein Duell auf Augenhöhe". Ein Punktgewinn sei das Mindestziel.

 
 

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