Landau/Wolfsdorf Neuanfang: Hier steht bald eine Tierpension

Lona-Renate Kreil bekommt ein neues Wohnhaus mit Tierpension in Wolfsdorf. Dafür hat sie einen Teil ihrer Weideflächen abgetrennt. Foto: Bormeth

Sie ist nicht hundertprozentig glücklich, und doch wagt sie mit 82 Jahren - zumindest räumlich - nochmal den Neuanfang. Bei Lona-Renate Kreil, die seit über 30 Jahren in Wolfsdorf ihren Gnadenhof Lorena betreibt, rollen ab Dienstag die Baumaschinen für die neue Tierpension.

Das Gebäude entsteht auf ihrem Areal in Wolfsdorf, die alte, in der Weidenstraße beheimatete Pension muss im Zuge der Errichtung des Knotenpunkts an der Tierheimkreuzung weichen. Eine Lösung, die Kreil nicht ganz zufrieden macht, aber auch Vorteile mit sich bringt.

„Ich bekomme ein neues Wohnhaus, mit jeweils einem Pensionstrakt für kleine und für große Hund sowie einem Katzentrakt“, erklärt sie mit Blick auf das Erdloch, das dieser Tage bereits für den Neubau ausgehoben wurde. Dafür hat Lona-Renate Kreil einen Teil ihrer Weideflächen auf dem Areal in Wolfsdorf abgetrennt. Hier betreibt die aus München stammende agile Frau seit über 30 Jahren ihren Gnadenhof, der gestrandeten Tieren ein Zuhause bietet. In Ergänzung dazu hat sie seit 2009 in der Weidenstraße an ihr Wohnhaus angegliedert eine Tierpension eingerichtet. Letzteres ist allerdings der Errichtung für den Knotenpunkt an der DGF 3 und der B 20 an der bis dato noch „Tierheimkreuzung“ genannten Maßnahme im Weg. „Ich hätte bleiben können, wenn ich unbedingt gewollt hätte“, resümiert Kreil. „Aber hinter einer Lärmschutzwand und mit vorbeirauschenden Lkws?“ Nein, da hat sie sich doch lieber für den Abriss der Gebäude und den Grundstücksverkauf entschlossen. Von dem Geld soll in Wolfsdorf etwas Neues entstehen.

Und es wird nicht nur gebaut in Wolfsdorf, sondern auch abgerissen: Am Gnadenhof wird eine alte Scheune samt umstehender Bäume entfernt, damit für die Hunde des Gnadenhofs ein neues Gebäude entstehen kann. Einerseits freut sich Lona-Renate Kreil über die neuen Gebäude, zu denen sie sich quasi gezwungenermaßen durchgerungen hat. Andererseits sieht sie der Tatsache, dass ihr Wohnhaus und ihre Pension bald dem Erdboben gleichgemacht werden, mit Wehmut entgegen. Allerdings betont sie, dass es ein guter Dialog mit den Verhandlungspartnern gewesen sei. „Man hat mich nicht vertrieben, letztlich habe ich die Entscheidung, zu gehen, aus freien Stücken getroffen“, stellt sie klar. Ihre Pension aufzugeben oder den Gnadenhof zu verkleinern, das wäre für sie keine Alternative gewesen. „Die Tiere sind da und sie brauchen mich“, bekräftigt die mittlerweile 82-Jährige. „Ich mach weiter, solang ich lebe.“ Bis zu 9.000 Euro an Kosten verursacht ihr Gnadenhof monatlich, nur ein kleiner Teil davon lässt sich mit den Einnahmen aus Spenden und aus der Tierpension decken. Den Rest finanziert Lona-Renate Kreil aus eigener Tasche. Bis zum 30. November soll das neue Wohnhaus mit der Pension bezugsfertig sein. Ihre alten Liegenschaften muss Kreil bis zum 31. Dezember geräumt haben.

Doch nicht nur der Umbau beansprucht sie nervlich: Erst am Sonntag hat ein Unbekannter auch noch mehrere Hähne in einer Nacht-und-Nebel-Aktion auf ihrem Grundstück ausgesetzt. Mehr dazu lesen Sie hier in einem eigenen Artikel.

Den vollständigen Artikel lesen Sie am Dienstag, 19. April, in der Landauer Zeitung.

 
 

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