Und in Bezug auf dessen Einträge im Bundeszentralregister - vorsätzliche Körperverletzung, Sachbeschädigung, Trunkenheit im Verkehr - setzte er noch eins drauf: „Sie sind seit drei Jahren in Deutschland und Ihnen fällt nichts anderes ein als Saufen und Straftaten? Dann können wir gut auf Sie verzichten.“ Allerdings bekommt der Nigerianer eine Chance, sich zu bewähren: Genau wie Staatsanwalt Klaus Kurtz plädiert hatte, verhängte Piringer für die vorsätzliche Körperverletzung in der Unterkunft sowie die Geschichte im Zug eine Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten - ausgesetzt auf drei Jahre Bewährung. Verteidiger Arm hätte nur eine Freiheitsstrafe von acht Monaten vorgeschlagen. Piringer hob abschließend den Haftbefehl auf und gab dem Verurteilten mit auf dem Weg in die Freiheit eine Analogie. „Sie stehen mit einem Fuß im Gefängnis. Kennen Sie Monopoly? Bei der nächsten Straftat führt der Weg nicht mehr über Los. Dann gehen Sie direkt ins Gefängnis. Und das ist in jedem Land gleich.“