Landau an der Isar Das Ende naht - Erinnerungen eines Kriegskinds - Teil 2

Heimatforscher Nik Söltl (l.) hat mit Otto Heisig, der zur gleichen Zeit in der Nähe von Karl Münch in Landau aufgewachsen ist, die Orte, von denen der Zeitzeuge erzählt, besucht. Foto: Sebastian Schmid

Karl Münch hat das Ende des Zweiten Weltkriegs als Kind miterlebt. Seine Geschichte hat seine Betreuerin Birgit Becker niedergeschrieben, Nik Söltl hat sie überarbeitet. Ursprünglich kommt Münch aus Mannheim, lebte aber zu Kriegszeiten zeitweise in Landau. Er erzählt:

"Mein elfter Geburtstag (22. Dezember 1944) fiel in unsere Zeit in Landau. Dort sollte ich auch das Kriegsende erleben. Einmal wurden wir Kinder - ich glaube, wir waren zu viert - aufgefordert, beim Bäcker Brunner in unserer Nachbarschaft Körbe mit geschnittenem Brot zu holen. Wofür es vorgesehen war, wusste ich nicht. Es war gutes, frisches Brot. Ein Stück Brot habe ich mir herausgenommen und aufgegessen. Die vollen Körbe wurden auf einen großen, offenen Lkw geladen und zum Bahnhof gebracht. Wir Kinder durften auf der Ladefläche mitfahren. Am Bahnhof war ein Zug voller Menschen in völlig entkräftetem Zustand angekommen.

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading