Landau an der Isar Sohn im Gefängnis: "Ich habe Angst, dass er nicht überlebt"

Unter anderem mit einer Petition im Internet kämpft Christine Wilke-Breitsameter für ihren Sohn. Foto: Bormeth

Diese Geschichte klingt nach dem Stoff für ein Buch oder einen Film: Eine Mutter kämpft um die Freiheit ihres Sohnes, der ohne ersichtliche Gründe in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Gefängnis sitzt. Für die Landauerin Christine Wilke-Breitsameter ist das Szenario Realität. Ihr Sohn Christian, 39 Jahre alt, wurde im Oktober in seiner Wohnung in Al Ain festgenommen und ins Gefängnis verfrachtet: "Jeweils 300 Leute werden da wie Tiere in Gitterkäfigen gehalten.

"Ich habe Angst, dass er das nicht überlebt", erzählt die 57-jährige Mutter. Bislang hat sie geschwiegen - aus Angst, es für den Sohn noch schlimmer zu machen. Die Familie wird von einem Anwalt des Auswärtigen Amts vertreten. Die Gründe für Christians Verurteilung nach dem Scharia-Recht sind den Wilkes nach wie vor nicht offenbart worden. Seit Mittwoch werden im Internet Unterschriften für eine Petition für Christians Befreiung gesammelt.

Festnahme soll wie ein Überfall gewesen sein

Seit eineinhalb Jahren arbeitet der IT-Pädagoge Christian Wilke in Al Ain, einer 630.000-Einwohnerstadt im Emirat Abu Dhabi. Als Director of Education hat der 39-Jährige an einem College unterrichtet und nebenher an seiner Doktorarbeit geschrieben. Am 8. Oktober ist das für seine Familie Unfassbare geschehen: "Mein Sohn wurde in seiner Wohnung in Al Ain verhaftet. Das muss abgelaufen sein wie ein Überfall. Er wurde zu Boden gedrückt und mit Maschinengewehren bedroht", gibt seine Mutter heute wieder, was sie in spärlichen Telefonaten mit ihrem Sohn bisher gehört hat. Ein guter Freund von Christian Wilke hat sie über Facebook auf die Verhaftung des Sohnes aufmerksam gemacht. Die 57-jährige Mutter hat daraufhin verzweifelt versucht, über den Arbeitgeber des Sohnes etwas mehr in Erfahrung zu bringen. Der bestätigte ihr schließlich die Verhaftung, nannte allerdings keine Gründe. "Das Auswärtige Amt in Berlin hat mich schließlich an das Konsulat in Dubai verwiesen. Dort haben wir endlich Beistand von einem deutschen Rechtsanwalt bekommen", berichtet Wilke-Breitsameter. Bislang blieb allerdings alles ohne nennenswerte Resultate.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 09. Februar 2018.

 
 

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