In fast jeder dritten der 2.056 Gemeinden in Bayern steht nach Darstellung der SPD-Landtagsfraktion kein Lebensmittelgeschäft mehr zur Verfügung. Auch in Ost- und besonders in Niederbayern schlossen seit 2010 viele Läden – aber es gibt auch gute Nachrichten.

Die Zahl der Lebensmittelgeschäfte in Bayern sei in den Jahren 2010 bis 2019 um 772 oder rund elf Prozent auf 6.332 gesunken, bemängelte der SPD-Kommunalsprecher im Landtag, Klaus Adelt. Er hatte eine aktuelle Anfrage im Landtag gestellt. Der Rückgang mache sich auf dem Land besonders bemerkbar, in Niederbayern betrage er zehn Prozent.

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Ein Blick auf die Gemeinden Ostbayerns zeigt, dass auch hier seit 2010 zahlreiche Lebensmittelgeschäfte schließen mussten und es in vielen Ortschaften gar keine mehr gibt. Im Landkreis Deggendorf gab es beispielsweise 2010 in Grafling noch zwei Geschäfte, jetzt gibt es keines mehr. In Mariaposching im Landkreis Straubing-Bogen gibt es seit 2015 kein Geschäft mehr, das Lebensmittel anbietet. Besonders betroffen sind die Landkreise Rottal-Inn und Cham.