Laberweinting Seltene Rohrweihe an verbotenem Insektengift eingegangen

Die Rohrweihe (Circus aeruginosus) gilt als äußerst selten. Nun ist ein Exemplar unter noch ungeklärten Umständen zu Tode gekommen. (Symbolbild)
Die Rohrweihe (Circus aeruginosus) gilt als äußerst selten. Nun ist ein Exemplar unter noch ungeklärten Umständen zu Tode gekommen. (Symbolbild) Foto: Jens Büttner/dpa

Im Laberweintinger Ortsteil Obergraßlfing ist am Freitag eine tote Rohrweihe gefunden worden. Nun steht der Verdacht im Raum, dass der seltene Raubvogel möglicherweise an einem verbotenem Insektengift gestorben ist.

Am Freitag gegen 16 Uhr hatte eine 26-jährige Frau auf einem Feld bei Obergraßlfing in der Gemeinde Laberweinting, einen toten Raubvogel gefunden. Ein Sachverständiger vom Landesbund für Vogel-, Arten- und Biotopschutz stellte fest, dass es eine junge männliche Rohrweihe war.

Wie die Polizei berichtet, wies der Vogel eindeutige Zeichen von Vergiftung auf. In der Vergangenheit waren bereits mehrere verendete Vögel unterschiedlicher Arten gefunden. Eine entsprechende Untersuchung durch die Universität München erbrachte das Ergebnis, dass die Vögel ein seit 2007 verbotenes Insektizid aufgenommen hatten. Das hat wohl auch zum Tod geführt.

Die Polizei in Mallersdorf-Pfaffenberg hat die Ermittlungen aufgenommen. „Der oder die Täter verstießen – vorsätzlich oder fahrlässig – gegen mehrere Gesetze“, heißt es im Bericht der Polizei. Darüber hinaus würden durch die Ausbringung der Chemikalie auch freilaufende Haustiere gefährdet.

Wer Hinweise über diesen Sachverhalt oder einen möglichen Täter geben kann, soll sich unter 08772/91000 bei der Polizei melden.

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