Kuriose Virologen-Hommage "Drosten-Räuchermännchen" kommt ins Museum

Holzkünstler Tino Günther blickt stolz seinen Drosten-Räuchermann. Nun hat er noch mehr Grund zur Freude, denn sein Werk geht buchstäblich in die Geschichte ein. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Christian Drosten, Chefvirologe der Berliner Charité und Deutschlands Corona-Experte Nummer eins, wird gleichsam gehasst und verehrt. Was für seltsame Blüten Drostens Berühmtheit treiben kann, beweist ein Ende 2020 entstandenes "Drosten-Räuchermännchen". Nun soll die kuriose Hommage in ein Museum aufgenommen werden.

Ein Familienbetrieb aus dem erzgebirgischen Seiffen hatte Christian Drosten im November 2020 als Holzfigur nachgebildet und ihn auf ein stilisiertes Virus gestellt. Das 26 Zentimeter hohe Räuchermännchen trägt einen weißen Kittel, selbstverständlich einen Mund-Nasen-Schutz und zerzaustes Haar. Im Unterschied zu herkömmlichen Räuchermännchen raucht die Virologen-Figur nicht aus dem Mund. "Das geht ja schon durch die Mund-Nasen-Maske nicht und hätte auch nicht gepasst", erklärt sein Schöpfer, der Holzkünstler Tino Günther. Also qualmt dem Räuchermann sinnbildlich der Kopf. Außerdem streckt der Virologe – versteckt unter der Maske – der Pandemie die Zunge heraus.

Die Ähnlichkeit mit dem bekannten Wissenschaftler sei natürlich "rein zufällig", ergänzte Günther damals augenzwinkernd und fügte an: "Volkskunst orientiert sich immer an der Zeitgeschichte, an dem, was passiert." Das sieht das "Haus der Geschichte" in Bonn offenbar ähnlich: Das Museum hat Ende Januar 2021 ein Exemplar des erzgebirgischen Räucher-Drosten für seine Sammlung geordert. 

"Das erfüllt uns mit Stolz", freut sich Tilo Günther. "Besser geht es nicht." Was der Holzkünstler sich vom echten Christian Drosten wünscht, sehen Sie im Video.

 
 

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