Kunststoff-Award Auszeichnungen für BMW Werk Landshut

Die innovative Niere des BMW iX* erhielt den Hauptpreis beim 20. „SPE Automotive Award“. Der Wettbewerb genießt in Fachkreisen höchstes Renommee und gilt als „Kunststoff-Oscar" der Automobil-Industrie. Foto: BMW Landshut

Das BMW Werk Landshut hat seine Position als innovativer Produktionsstandort unter Beweis gestellt und beim 20. „SPE Automotive Award“ gleich mehrfach gepunktet: Der Produktionsbereich Kunststoff Exterieur des Werks Landshut wurde mit dem „Grand Award“ prämiert, der über alle verliehenen Kategorien hinweg die Einreichung mit der höchsten Punktzahl im Bewertungskriterium „Innovationen“ auszeichnet.

Darüber hinaus hat der Produktionsbereich Cockpit des Werks den so genannten „Innovation Award“, einen Hauptpreis in der Kategorie „Enabler Technology (Unterstützende Technologie)“ erhalten.

Der renommierte Branchen-Award der Internationalen Gesellschaft für Kunststofftechnik, auch bekannt als Society of Plastics Engineers – kurz: SPE – Central Europe, wird alle anderthalb Jahre von einer unabhängigen Expertenjury europaweit an Unternehmen der Kunststoffbranche verliehen. Prämiert werden besonders innovative Lösungen oder Bauteile im Automobilbereich.

„Die Mehrfachauszeichnung mit dem SPE Award ist eine große Anerkennung für die gesamte Mannschaft. Gleichzeitig ist sie Beleg dafür, dass wir als weltweit größtes Komponentenwerk des Unternehmens ein Innovationstreiber sind“, so Standortleiter Dr. Stefan Kasperowski.

„Ich bin stolz auf diese herausragende Innovationsleistung der Interieur- und Exterieur-Kollegen. Die verliehenen Awards sind für uns ein weiterer Beweis für die erfolgreiche Arbeit an Produkt- und Prozessinnovationen über die gesamte Prozesskette von der Entwicklung bis hin zur Fertigung“, ergänzte Martin Frensch, Einkauf und Lieferantennetzwerk, Bereichsleiter Karosserie, Exterieur, Interieur. 

„Grand Award“ für innovative Niere

Den „Grand Award“ erhielt das BMW Group Werk Landshut für das innovative Konzept der Niere für den BMW iX*. Sie wurde im Landshuter Leichtbau- und Technologiezentrum (LuTZ) entwickelt und ist Sinnbild für die Transformation der Branche: Aus dem markenprägenden Kühlergrill wurde beim BMW iX* eine multifunktionale, innovative Hightech-Konstruktion.

Die technologisch komplexe Niere ist essenziell für das hochautomatisierte Fahren: Sie erlaubt in der Fahrzeugfront die Integration von Kameratechnik, Radarfunktion und weiterer Sensorik für hochentwickelte Fahrerassistenzsysteme.

„Innovation Award“ für Spritzgussteile

Das innovative Konzept einer integrierten Medientemperierung für Kunststoff Spritzgussteile überzeugte die Jury bei der Verleihung des „Innovation Award“ in der Kategorie „Enabler Technology (Unterstützende Technologie)“. Ziel dieser Entwicklung ist es, die Wärmeenergie von Bauteilen, die unmittelbar im Bereich der Sonneneinstrahlung ins Fahrzeuginterieur positioniert sind, direkt über die betroffene Komponente abzuführen – und so einen selbstkühlenden Effekt des Bauteils zu erzielen.

Darüber hinaus erhielt die BMW Group drei weitere Auszeichnungen, unter anderem für den weltweit ersten Serieneinsatz eines CFK-Sandwichdachs, für eine Mensch-Roboter-Kollaboration in der Cockpitfertigung sowie für den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Prozesssimulation für Interieur-Komponenten.

Über die „SPE Automotive Division Awards“

Verliehen werden die „SPE Automotive Awards“ alle eineinhalb Jahre von der Society of Plastics Engineers (SPE) Central Europe. Hierbei handelt es sich um eine international tätige Gesellschaft für Kunststofftechnik, der weltweit rund 22.500 Mitglieder aus 85 Ländern angehören. Die SPE wurde 1942 gegründet.

Die „SPE Automotive Awards“ zeichnen innovative und kreative Leistungen in der Automobil- und deren Zulieferindustrie aus. Der Wettbewerb genießt in Fachkreisen höchstes Renommee und gilt als „Kunststoff-Oscar" der Automobil-Industrie.

Die Awards werden in sieben Kategorien vergeben: Body Interior (Innenausstattung), Body Exterior (Außenanwendung), Power Train (Fahrwerk und Antriebstechnik Verbrennungsmotoren), New Mobility (Antriebstechnik Elektromotoren/Brennstoffzellenfahrzeuge), Electronical/Optical Part (Elektronisches/Optisches Bauteil), Chassis Unit/Structural Component (Karosserie- und Strukturbauteile) sowie Enabler Technology (Unterstützende Technologie).

Bereits seit 1992 zeichnet überdies der „Grand Award“ über alle Kategorien hinweg die Einreichung mit der höchsten Punktzahl aus und den „Grand Innovation Award“ erhält das Teil, das von den Juroren am häufigsten als hoch innovativ eingestuft wird.

Erst im Juni hatte eine unabhängige Fachjury den Produktionsbereich CFK (Carbonfaserverstärkte Kunststoffe) des BMW Werks Landshut mit dem „JEC Europe Innovation Award“ ausgezeichnet. Verliehen wurde dieser Preis für die Carbon-Bestandteile der Kotflügelverbreiterungen für das Sondermodell MINI John Cooper Works.

Weitere Informationen zu den JEC Innovation Awards gibt es unter https://www.jeccomposites.com/innovation/.

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