Kunst in der Corona-Krise Sibler zieht Bilanz für Kultur-Hilfsprogramme in Bayern

Bernd Sibler (CSU), Bayerns Minister für Wissenschaft und Kunst, sieht die kulturellen Hilfsprogramme auf einem guten Weg. (Symbolbild) Foto: Peter Kneffel/dpa

Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU) hat ein positives Fazit bei den Covid-19-Hilfsprogrammen für Künstler und Kulturschaffende im Freistaat gezogen. Demnach wurden die Angebote bisher gut angenommen, hunderte Anträge bereits bewilligt. Das Interesse an den Programmen ist weiterhin groß.

Laut einer Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst wurden im Rahmen des Soloselbstständigenprogramms, mit dem freischaffende Künstler unterstützt werden, seit Antragsstart am 18. Dezember etwa 2.700 Anträge gestellt, von denen rund 400 mit einem Gesamtvolumen von rund 1,1 Millionen Euro schon bewilligt wurden. Kulturschaffende können hier noch bis zum 31. März 2021 rückwirkend für den Zeitraum Oktober bis Dezember 2020 einen Antrag auf Finanzhilfe in Höhe von bis zu 1.180 Euro monatlich stellen, um entfallene Einnahmen zu ersetzen. Das Programm ist laut Pressemitteilung auch mit den November- und Dezemberhilfen des Bundes kombinierbar.

Beim im Juli 2020 angelaufene Spielstätten- und Veranstalterprogramm zur Unterstützung von Theatern, Kinos und Kulturveranstaltern hat die Landesregierung inzwischen 111 Anträge bewilligt und rund 7,2 Millionen Euro ausbezahlt. Dieses Programm wurde bis 30. Juni 2021 verlängert und erweitert, so dass auch Kulturveranstalter ohne eigene Spielstätte antragsberechtigt sind – beispielsweise Organisatoren von Musikfestivals.

Ebenfalls bis Ende Juni verlängert hat das Ministerium sein Hilfsprogramm für die Laienmusik. Hier wurden im Jahr 2020 knapp 2.250 Anträge gestellt, die Laienmusikvereine wurden mit einer Fördersumme von rund 2,73 Millionen Euro unterstützt. Antragsberechtigt sind alle gemeinnützigen Laienmusikvereine, die Mitglied in einem der 22 Dachverbände in Bayern sind. Mit der Unterstützung können diese beispielsweise Schutz- und Hygienekonzepteumsetzen oder vorübergehend Proberäume anmieten.

„Auch im neuen Jahr setzen wir uns dafür ein, die Kunst- und Kulturschaffenden in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen", sagte Sibler. "Wir wollen Strukturen erhalten, unseren Kunst- und Kulturschaffenden unter die Arme greifen und den künstlerischen Nachwuchs fördern. Nur so können wir nach der Pandemie an das reiche kulturelle Leben im Freistaat anknüpfen."

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