Kultur Ulmer Museum lockt Besucher mit neuer Ausstellung zur Donau

Flaggen weher vor dem Donauschwäbischen Zentralmuseum (DZM). Foto: Stefan Puchner/dpa

Nach langer Umbauphase ist das Donauschwäbische Zentralmuseum in Ulm mit einer neuen Ausstellung zur Donau zurück. Und möchte so auch die vielfältige Geschichte der Donauschwaben jungen Menschen näher bringen.

Die Donau als Kultur- und Lebensraum: Mit einer neuen Dauerausstellung möchte das Donauschwäbische Zentralmuseum (DZM) in Ulm ab diesem Wochenende vor allem auch viele jüngere Besucher locken, wie Direktor Christian Glass bei der Vorstellung der neuen Räumlichkeiten am Mittwoch sagte. Das Museum öffnet nach einem 18 Monate dauernden Umbau an diesem Samstag (30. April) erstmals wieder seine Pforten.

Die neue Ausstellung "Donau. Flussgeschichten" nimmt Besucherinnen und Besucher künftig mit von der Quelle im Schwarzwald bis zur Mündung des Flusses ins Schwarze Meer. Dabei wird die Donau zum einen als Landschaft und Lebensraum beleuchtet. Zum anderen erfahren Interessierte von den Menschen am Fluss und wie er ihr Leben prägte. Ob Protest gegen Kraftwerke, Wasserverschmutzung oder das Aufleben der Dampfschifffahrt - die neue Ausstellung möchte den Fluss in vielen Aspekten erlebbar machen.

Im Zuge des Umbaus wurde zudem die Dauerausstellung zur Geschichte der Donauschwaben neu konzipiert. Mit ihr zeigt das Haus die Geschichte der Vielvölkerregion entlang der Donau und die heutigen Verstrickungen ihrer Nachkommen in alle Welt. In Video-Interviews sind etwa Zeitzeugen der Vertreibung durch die kommunistischen Regimes in Ungarn, Rumänien und dem ehemaligen Jugoslawien zu sehen.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) würdigte das DZM am Mittwoch dafür, dass es seit mehr als 20 Jahren die Erinnerung an die wechselvolle Kultur- und Migrationsgeschichte des Donauraums wachhalte. Das Museum sei ein lebendiger Ort der kulturellen Verständigung und setze zugleich wichtige Impulse für eine gemeinsame europäische Identität, teilte Roth mit.

Die Kosten des Umbaus von 1,65 Millionen Euro trugen zu gleichen Teilen der Bund, das Land Baden-Württemberg sowie die Stadt Ulm. Die Kommune investierte zudem nochmal knapp eine Million Euro in die Modernisierung des Gebäudes.

Das DZM besteht seit dem Jahr 2000 und erzählt die Geschichte der Donauschwaben von den Anfängen im späten 17. Jahrhundert bis hin zur Gegenwart. Das Museum ist in einem Teil der ehemaligen Bundesfestung Ulm in der Nähe der Donau untergebracht und öffnet am Wochenende erstmals wieder für Besucher. Der Eintritt am ersten Wochenende ist frei. Zudem werden kostenlose Führungen angeboten.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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