Auf dem Höhepunkt ihrer Macht, also lange bevor den Römern am Ende der Antike militärisch und politisch das Wasser bis zum Hals stand, haben sie alle Kräfte mobilisiert, um einer Macht einigermaßen Herr zu werden, der der Mensch noch heute hoffnungslos unterlegen ist: Im Jahr 15 nach Christus, am Beginn der römischen Kaiserzeit, schufen sie das Amt eines Hochwasser-Beauftragten.

Es war eines der absoluten Spitzenämter, die man im Staatsapparat erklimmen konnte, schilderte der Archäologe Dr. Thomas Maurer bei einem Vortrag im Museum Quintana. Mit Dr. Maurer, dem neuen Passauer Stadtarchäologen, habe man einen profilierten Fachmann für provinzialrömische Archäologie gewonnen, freute sich Museumsleiter Roman Weindl. Er verwies darauf, dass Hochwasser bereits die Bewohner des römischen Künzing plagten, wie aus der Biographie des Heiligen Severin (er lebte von 410 bis 482) hervorgeht...

Den vollständigen Artikel lesen Sie als Abonnent kostenlos auf idowa.plus oder in Ihrer Tageszeitung vom 25. März 2019.