Künstlerin Dorothea Stuffer Aus Liebe zur Natur

Künstlerin mit Liebe zum Bayerwald: Dorothea Stuffer. Foto: Claudia Lorenz

Dorothea Stuffer lebt im bayerischen Wald. Dort genießt sie die Ruhe, die die ländliche Region bietet. Doch vor allem erfreut sie sich an der Natur, die sie immer wieder zu Kunstprojekten inspiriert.

Dorothea Stuffer ist keine Hobby-Malerin. Sie hat Bildhauerei und Kunsterziehung an der Akademie der bildenden Künste studiert und arbeitete später als Lehrerin an einem Gymnasium. Die dreifache Mutter hat eine enge Bindung zur Natur. Schon in den 80er Jahren organisierte sie Aktionen und Erlebnisse mit Naturmaterialien, teilweise unter Einbeziehung von Kindern.

Heute lebt die Künstlerin in Viechtach. Vor Kurzem stellte sie zwei Blechfiguren an einem Waldrand ab. Es handelte sich um Luchse, die die Künstlerin in ihrer ureigensten Art mit viel Liebe geschaffen hat.

"Der Luchs gefällt mir einfach, weil er schön aussieht", sagt Dorothea Stuffer. "Für mich steht der Luchs für die Unberührtheit des bayerischen Waldes."

Zu ihrer Aktion habe sie viel Feedback erhalten. "Die Leute haben mir von Luchsen erzählt. Ich habe viel gelernt dadurch", so die Künstlerin. Gerade dieser Dialog mit den Menschen, die sich für ihre Kunst interessieren, begeistert Dorothea Stuffer. "Der Künstler lebt schon vom Betrachter", bringt sie es auf den Punkt.

Doch sie hat die Luchse aus Blech wieder nach Hause geholt. "Ich hatte Angst, dass sie geklaut werden." Dabei soll es aber nicht bleiben. Die Schöpferin der Blechtiere möchte sie künftig immer mal wieder kurzfristig aussetzen. "Auswildern", wie sie es selbst nennt. ​

Liebe zur Tierwelt

In ihren Gemälden zeigt die Künstlerin immer wieder Wildtiere, auch Wölfe. So erklärt sie uns ein Bild, das von einem anderen Bayerwaldler inspiriert wurde: dem Woid Woife. Die beiden verbindet die tiefe Wertschätzung für die Schöpfung. An einem anderen Bild malt Dorothea Stuffer bereits seit 2012. "Feierabend", so ist das Gemälde tituliert. Doch auch dieses Projekt zeigt überwiegend Tiere

Als Dorothea Stuffer dann vor laufender Kamera mit der Arbeit an einem Selbstporträt beginnt, verleiht sie ihrer Verbindung zur Natur Ausdruck. In der „Blechgarage“, wie sie den Arbeitsplatz gerne nennt, riecht es nach Metall und nach Farben. An den Wänden der Werkstatt stehen allerlei fertige Werke, auf einem Tisch liegen Malutensilien. „Ich bin ja eigentlich Bildhauerin“, erklärt die Künstlerin. Daher liegt es nahe, dass sie sich als Blechfigur gestaltet. Doch auch hier geht es nicht ohne die geliebte Tierwelt. Die Idee dazu kam von einer Freundin. „Sie meinte, ich soll Luchs und Wolf umarmen und in der Mitte sitzen.“

Sehen Sie dazu den TV-Beitrag "Künstlerin Dorothea Stuffer aus Viechtach (Lkr. Regen)"

Dorothea Stuffer hält eine Skizze in die Kamera und zeigt so ihre Vorstellung, wie sie diese Anregung umzusetzen gedenkt. Schnell ein Blech auf den Boden gelegt reißt sie die Konturen des Bildes mit einem Pinsel an. In Windeseile stehen die Umrisse fest. Mit einer Blechschere schneidet sie dann das Werkstück zu. Schließlich nimmt sie ihre Farben und beginnt zu malen. Nach und nach entsteht eine Darstellung, die Ruhe und Geborgenheit ausstrahlt, gleichzeitig aber auch eine gewisse Fürsorge für die Natur transportiert. Eigenschaften, die sie auch auf einer anderen Ebene auslebt.

Lesen Sie den vollständigen Artikel im NIEDERBAYERN TV Magazin, kostenlos zum Download unter www.passau-magazin.de

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