Kühlen Kopf bewahren Die Winterdienste in Ostbayern in Zahlen

Noch hält sich der Schnee in großen Teilen Bayerns weitestgehend zurück. Die Winterdienste sind dennoch startklar. Foto: Faaß

Noch hat sich Frau Holle in großen Teilen Bayerns weitestgehend zurückgehalten. Schnee ist Mangelware. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Die jeweiligen Winterdienste in den Landkreisen des Freistaats stehen jedenfalls bereits Gewehr bei Fuß.

Im Landkreis Straubing-Bogen gibt es heuer eine Neuerung. Auf der Xaver-Hafner-Brücke bei Bogen gibt es auf der Kreisstraße SR22 seit kurzem eine sogenannte Wechselverkehrszeichenanlage. Dabei handelt es sich um zwei LED-Tafeln, die jeweils am Brückenanfang angebracht sind. Sie warnen die Verkehrsteilnehmer aktuell bei Glatteisgefahr. Ab einer Temperatur von unter 4 Grad Celsius werden die LED-Tafeln durch einen Sensor aktiviert. Dann zeigt sich im oberen Bereich ein Warndreieck mit Ausrufezeichen und im unteren Bereich wechselt die Darstellung zwischen dem Schriftzug „Glatteisgefahr“ und einer Schneeflocke. Rund 13.000 Euro hat sich der Landkreis diese Anschaffung kosten lassen. „Damit wird deutlich gemacht, dass gerade im Brückenbereich bzw. im Bereich oberhalb der Donau mit winterlichen Gegebenheiten zu rechnen ist“, erklärt Tiefbauamtschef Markus Fischer.

Im Landkreis Landshut wird der Winterdienst aufgrund seiner geografischen Ausprägung in zwei Zuständigkeitsbereiche aufgeteilt. Die Stadt Landshut bzw. die Autobahn A92 dienen dabei durch ihre zentrale Lage im Landkreis als eine gedachte „Trennlinie“. Für die Gemeinden im nördlichen Landkreis ist daher der Kreisbauhof Rottenburg zuständig, um den südlichen Landkreis kümmert sich dagegen der Kreisbauhof Vilsbiburg.

Nachfolgend die wichtigsten Zahlen zu den jeweiligen Winterdiensten in Oberbayern, Niederbayern und der Oberpfalz:

Landkreis Freising:

Kreisstraßennetz: 250 Kilometer Landkreisstraßen, 260 Kilometer Winterdienstarbeiten

Beginn Streckenkontrolle: 2 Uhr (je nach Witterung)

Einsatzbeginn: 3 Uhr (je nach Witterung)

Räumfahrzeuge im Einsatz: 9

Streufahrzeuge im Einsatz: 7

Mitarbeiter im Einsatz: 22 des Landratsamtes Freising sowie das Personal der Fremdfirmen

Zur Verfügung stehende Menge Streusalz: 3.200 Tonnen

Niederbayern

Landkreis Landshut:

Kreisstraßennetz: 230 Kilometer (Zuständigkeit Kreisbauhof Vilsbiburg), 250 Kilometer (Zuständigkeit Kreisbauhof Rottenburg), rund 480 Kilometer gesamt

Beginn Streckenkontrolle: von Montag bis Freitag ab 2.30 Uhr (je nach Witterung). Samstag, Sonntag und an Feiertagen ab 3.45 Uhr

Einsatzbeginn: 2.45 Uhr (je nach Witterung). Samstag, Sonntag und an Feiertagen ab 4 Uhr

Räumfahrzeuge im Einsatz: insgesamt 16 (je 8 im südlichen und im nördlichen Landkreis)

Mitarbeiter im Einsatz: 21 (Kreisbauhof Vilsbiburg), 25 (Kreisbauhof Rottenburg)

Zur Verfügung stehende Menge Streusalz: 850 Tonnen (Kreisbauhof Vilsbiburg), 2.600 Tonnen (Kreisbauhof Rottenburg). Teile des Streusalzes, das im Raum Vilsbiburg verwendet wird, muss aus Platzgründen in Rottenburg gelagert werden.

Landkreis Straubing-Bogen:

Kreisstraßennetz: 544 Kilometer

Beginn Streckenkontrolle: 2 Uhr (je nach Witterung)

Einsatzbeginn: 3 Uhr (je nach Witterung)

Räum- und Streufahrzeuge im Einsatz: 17

Mitarbeiter im Einsatz: 30

Zur Verfügung stehende Menge Streusalz: ca. 3.000 Tonnen

Oberpfalz

Landkreis Regensburg:

Kreisstraßennetz: 340 Kilometer

Beginn Streckenkontrolle: 2 Uhr (je nach Witterung)

Einsatzbeginn: 3 Uhr (je nach Witterung), bei starkem Schneefall bereits um 2 Uhr

Räum- und Streufahrzeuge im Einsatz: 10

Mitarbeiter im Einsatz: 18 (je 6 Mann im 3-Schicht-Modus)

Zur Verfügung stehende Menge Streusalz: ca. 3.000 Tonnen (Sommervorrat: ca. 1.800 Tonnen, im Winter zusätzlich bestellt: ca. 1.200 Tonnen)

Kalkulierter Verbrauch Streusalz: ca. 2.500 Tonnen

 

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