Kritik von Putz Landshut erhält nur 650 Corona-Impfdosen

Die Impfdosen, die für die kommende Woche angekündigt sind, könne man an einem Tag verimpfen, schreibt Landshuts Oberbürgermeister Alexander Putz und kritisiert damit die Impfkampagne von EU und Bundesregierung. (Archivbild) Foto: Stadt Landshut

Die Stadt Landshut wird im Rahmen der Impfkampagne gegen das Coronavirus in der gesamten kommenden Woche lediglich 650 Impfdosen geliefert bekommen. Vor diesem Hintergrund kritisiert Oberbürgermeister Alexander Putz das nach wie vor schleppende Tempo der Impfkampagne.

Die 650 Impfdosen von den beiden Herstellern Biontech-Pfizer und AstraZeneca könne man locker an einem einzigen Tag verimpfen, teilte der Oberbürgermeister mit. „Diese geringe Menge an Impfstoff reicht nicht einmal für ein Prozent unserer Bevölkerung.“ Für die Verzögerungen seien allein die EU und der Bund verantwortlich, stellt Putz klar: „Die Impfstoffversorgung ist deren originäre Aufgabe.

Aufgrund steigender Infektionszahlen müssen in der Stadt die Schulen wieder in den Distanzunterricht. Für Oberbürgermeister Alexander Putz können diese Maßnahmen aber nicht mehr beliebig lang fortgeführt werden. „Unser einziger echter Trumpf im Kampf gegen das Coronavirus sind die Schutzimpfungen“, schreibt Putz. 

Liefermengen nehmen seit März ab

Die Impfkampagne müsse daher in der EU wesentlich schneller als bisher vorangetrieben werden. Die Liefermengen nehmen seit Anfang März keineswegs wie von EU und Bundesregierung versprochen kontinuierlich stark zu, sondern momentan in dieser kritischen Phase sogar noch weiter ab.

Bis heute haben insgesamt 6.342 Personen eine erste Impfung erhalten, das sind 1.200 mehr als vor einer Woche. Die für den vollständigen Impfschutz nötige zweite Dosis wurde 2.485 Bürgerinnen und Bürgern verabreicht, das sind ganze 50 mehr als am vergangenen Freitag. „Diese Zahlen beweisen, dass wir beim Impftempo nach wie vor weit unter unseren Möglichkeiten bleiben“, sagt Putz.

Der OB will seinen Unmut deswegen auch nochmals in einem Schreiben an die Gesundheitsminister von Bund und Freistaat zum Ausdruck bringen und auf eine sofortige Erhöhung der Liefermengen in die Region drängen. Thema wird dann auch die künftige Rolle der Impfzentren sein. 

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