Kritik und Austritte Jeder vierte Katholik von der Kirche entfremdet

Messdiener bei einer Eucharistiefeier. Foto: Sebastian Willnow/dpa

Für die Umfrage "Kirchenmitglied bleiben?" sind rund 1400 Katholiken zu ihrer Einstellung zur Kirche befragt worden. Das Ergebnis hat die Marktforscher teils überrascht.

München - Jeder vierte Katholik in Deutschland hat sich von der Kirche entfremdet. Zu diesem Ergebnis kommt die Umfrage "Kirchenmitglied bleiben?", die die MDG Medien-Dienstleistung in Kooperation mit dem Sinus-Institut für Markt- und Sozialforschung bundesweit durchgeführt hat.

"Für die Kritiker - überwiegend Katholiken mittleren Alters - ist die Kirche unter anderem eine Spaßbremse und versucht, den Menschen Schuld einzureden", sagte Jana Goetzke, Markt- und Grundlagenforscherin bei MDG, bei der Vorstellung der Studie am Dienstag in München.

Für die Untersuchung wurden deutschlandweit rund 1400 Katholiken ab 18 Jahren zu ihrer Einstellung zur Kirche befragt. Trotz der hohen Anzahl an Kritikern gaben rund 80 Prozent an, sich der Kirche in irgendeiner Art und Weise verbunden zu fühlen. "Diese doch recht hohe Zahl hat uns angesichts der immer wieder aufflackernden Kritik an der Kirche selbst etwas überrascht", sagte Goetzke. Dennoch: Rund 40 Prozent der Befragten spielen ab und an mit dem Gedanken, aus der Kirche auszutreten; 7 Prozent sind zu diesem Schritt fest entschlossen.

 

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