Alain Jose Kei, 77 Jahre alt, fegt vor einem Wandgemälde mit der Abbildung des verstorbenen Präsidenten Hugo Chavez. Wie trifft ihn die Wirtschaftskrise? "Wir werden nie voll bezahlt. Die Bank gibt uns nie alles aus", erzählt der Straßenfeger, der seit sieben Jahren diesen Beruf ausübt. Trotz der Lage bleibt Alain optimistisch. "Ich habe das Gefühl, es wird langsam besser. Und ich werde weiter arbeiten, denn ich möchte diesen Job nicht verlieren!", sagt er. Venezuela steckt seit Jahren in einer tiefen Wirtschaftskrise. In einem Index belegte das Land 2018 Platz 188 von 190 Ländern. Was Alain Freude an der Arbeit macht? "Haiaiai, den festen Job zu haben. Viel verdiene ich nicht, die Kohle ist bald weg, aber trotzdem", erzählt der Straßenfeger. Sein größter Wunsch im Leben? "Den Lohn zu bekommen und vorwärts zu schreiten. Wir werden es schon schaffen. Wir werden vorankommen."