Kriminalstatistik 2018 Zahl der Straftaten in Bayern leicht gestiegen

2018 wurden in Bayern mehr Straftaten begangen als im Vorjahr. Das geht aus der am Montag von Innenminister Joachim Herrmann vorgestellten Kriminalstatistik hervor. (Symbolbild) Foto: Armin Weigel/dpa/lby

2018 wurden in Bayern mehr Straftaten begangen als im Vorjahr. Das geht aus der am Montag von Innenminister Joachim Herrmann vorgestellten Kriminalstatistik hervor. Insbesondere die Zunahme von Sexualdelikten bereitet dem Minister Sorgen. 

Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung sollen nach Ansicht von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) genauer analysiert werden. Man müsse beobachten, ob sich die Zunahme dieser Delikte in Bayern allein mit Änderungen im Sexualstrafrecht erklären lasse oder ob es dafür noch andere Gründe gebe, sagte er am Montag in München bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für 2018. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 8.626 Delikte in diesem Bereich, 960 mehr als 2017. Der Großteil waren sexuelle Belästigungen (45 Prozent), gefolgt von Vergewaltigungen (25,9 Prozent) sowie sexuellen Übergriffen und Nötigung (19,6 Prozent).

Insgesamt war die Zahl der Straftaten 2018 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen von 586.206 auf 594.116 Delikte. Zugenommen hatten der Statistik zufolge auch Vermögens- und Fälschungsdelikte, Sachbeschädigungen und Rauschgiftkriminalität. Einen Rückgang gab es bei Wohnungseinbrüchen, Diebstahl, Raub und räuberischer Erpressung. Ausländerrechtliche Delikte wie illegale Einreise wurden bei den Zahlen herausgerechnet.

In Ostbayern bewegt sich die Anzahl der Straftaten in etwa auf dem Niveau des Vorjahres: Während in der Oberpfalz die Zahl der Straftaten um 0,4 Prozent anstieg, ging sie in Niederbayern um 0,6 Prozent zurück.

Lesen Sie dazu auch: Kriminalität: Plus von 1,3 Prozent auf idowa.plus.

 
 

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